35 Künstler haben einen offenen Brief unterzeichnet, den Daniel Bräg an Oberbürgermeister Jürgen Roth und die Fraktionsvorsitzenden geschrieben hat. Darin geht es um die mögliche Schließung der Städtischen Galerie. Dieser Vorschlag tauchte auf einer Sparliste auf, über die der Gemeinderat diskutiert hat.

Bräg, der selbst einige Ausstellungen in der Städtischen Galerie realisiert hat, schreibt: „Wir Künstler protestieren gegen die Schließung dieser wichtigen kulturellen Einrichtung in Ihrer Stadt. Die Städtische Galerie hat in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur Ausstellungen im Bereich der Klassischen Moderne gezeigt, sondern vor allem im Diskurs des zeitgenössischen Kunstschaffen unsere Kunst, unser künstlerisches Denken und Wirken, in großartiger Weise gefördert. Diese herausragende Leistung der Galerie wurde in regionalen und auch überregionalen Kunstkreisen anerkennend reflektiert. Sie ist ein unverzichtbares Beispiel kommunaler Kulturarbeit, die neben der Förderung jungen Kunstschaffens ein wesentlicher Teil zur Bildung und zur Identität Ihrer Stadt beiträgt. Zugleich ist sie ein unverzichtbarer Werbeträger, der Villingen-Schwenningen weit über Ihre Region hinaus als Kultur-Stadt maßgeblich repräsentiert. Wir bitten Sie daher, die Städtische Galerie Villingen-Schwenningen als Ort der Kunst zu erhalten, damit auch in Zukunft die Bildende Kunst in hoher Qualität Teil des kulturellen Angebots Ihrer Stadt sein kann.“ Unterzeichnet haben den Brief unter anderem Andrea Zaumzeil (Berlin), Jürgen Palmtag (Schörzingen), Werner Pokorny (Ettlingen), Liz Bachhuber (Weimar), Claus van Bebber (Kalkar), Sabine Finkenauer (Barcelona).