Der erste Orden der Villinger Fasnet, verliehen von den vier großen Villinger Zünften, geht bei der Katzenmusik an Sebastien Gambin. Als Häs-Restaurator, als Retter von wackelig gewordenen Katerköpfen, maroden Bolizei-Helmen und als Kulissen- und Wagen-Maler wirkt er seit Jahrzehnten still und mit riesigem Engagement mit kundiger Hand zum Wohle des Vereins – „völlig unentgeltlich“, wie Katzenmusik-Generalfeldmarschall Dominik Schaaf am Freitag bei der Verleihung betonte.

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Gambins Frau Karin hatte am selben Abend Geburtstag und war ebenfalls in der Tonhalle zugegen. Ein einziger im Saal erhob sich und klatschte stehend, voller Anerkennung: Der frühere Ballregisseur Sascha Gabriel wusste genau, wie sehr und wie lange schon sich Sebastien Gambin für die Katzenmusik einsetzt.

Roth in Blau

Da war er, der neue VS-OB. Erster großer Villinger Fasnetball in der Tonhalle und Jürgen Roth kommt im Blauhemd zur Katzenmusik. Hatte ihn Bürgermeister Detlev Bührer inspiriert, der ähnlich gewandet anwesend war? Das Stachi-Oberteil ergänzte OB Roth mit einer neckischen und ziemlich karnevalesken Mütze. Das konnten die Katzenmusik-Bosse nicht länger mit ansehen. Roth wurde auf die Bühne geführt und mit einer ordentlichen Villinger Fasnetkappe ausgestattet.

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Sicherheit zuerst

Beim Katzenmusikball fiel der massierte Einsatz eines privaten Sicherheitsdienstes auf. Rund zehn Mitarbeiter waren an den Eingängen zur Tonhalle in Position und bewachten argwöhnisch das Kommen und Gehen an den beiden Eingangstüren. Die Auflagen für die Sicherheit aller Abläufe sind in den vergangenen Jahren immer weiter nach oben geschraubt worden. Auch von der Feuerwehr waren mehrere Uniformträger im Gebäude.

Der Service

Für den Tonhallen-Wirt war der Abend ebenfalls eine Bewährungsprobe. Zehn Servicekräfte huschten zwischen Küche und Tischen hin und her, servierten warme Mahlzeiten und sorgten für den Getränkenachschub. Nicht immer konnten alle Wünsche erfüllt werden. Mehrfach holten Gäste selbst Getränke an die Tische, vor allem Wasserflaschen wurden immer wieder vom Narrenvolk selbst geholt.

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Schöne Erinnerung

Viel Mühe hatte sich der zweitgrößte Villinger Fastnachtsverein mit dem Abend gegeben. Bis in die Details hinein war das ersichtlich. Wer die Halle verlassen wollte, etwa um frische Luft zu schnappen, der erhielt ein handgesägtes Ballabzeichen an einem schönen Bändel. Nur dieses Medaillon, geziert von einem aufs Holz gestempelten Kater mit Hut und Balljahr, berechtigte zur Rückkehr in die Halle.