Der Tod von Heinz Ummenhofer, der am vergangenen Samstag im Alter von 78 Jahren verstorben ist (der SÜDKURIER berichtete gestern in Kürze), hat in Villingen große Trauer ausgelöst. Ummenhofer war nicht nur bekannt als begeisterter Fastnachter und Ehrenratsherr der Narrozunft. Er hat sich auch über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg ehrenamtlich für den Sport, namentlich die DJK Villingen, sowie für die Stadtgesellschaft als Gemeinderat engagiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Bereits 1954 ist Heinz Ummenhofer in den Sportverein DJK Villingen eingetreten und hat ihm zeitlebens die Treue gehalten. Er war DJK-Fußballer mit Leib und Seele. Der gelernte Stürmer ist über 500 Mal im Trikot der DJK aufgelaufen. 17 Jahre spielte er in der ersten Mannschaft, lange Zeit war er deren Kapitän. Nach seiner aktiven Zeit kümmerte er sich zehn Jahre als Jugendtrainer um die Nachwuchsausbildung. 1986 schließlich übernahm er die Leitung der großen DJK-Fußballabteilung und hat diese 32 Jahre lang bis Ende November diesen Jahres geführt. Dass er dieses Amt noch in jüngere Hände legen konnte, war ihm ein großes Anliegen.

Ummehofer hat in der DJK viel bewirkt. Ein neues Kampfrichterhaus, Fluchtlicht und Rasenplatz sind unter seiner Leitung entstanden. Für diesen freiwilligen Einsatz im Dienste der DJK erhielt er zahlreiche Ehrungen. 2001 verlieh ihm die Stadt zum Dank den Sportehrenbrief für außergewöhnliche Verdienste um den Fußballsport. Der Südbadische Fußballverband ehrte ihn mit der Verbandsehrennadel in Gold, der Deutsche Fußballbund für vorbildliche Ehrenamtlichkeit mit der Urkunde "Aktion Ehrenamt.

Heinz Ummenhofer, der als selbstständiger Malermeister einen eigenen Betrieb mit mehreren Angestellten führte, fand neben seiner intensiven Vereinstätigkeit in DJK und Narrozunft auch noch Zeit, sich für das Gemeinwohl zu engagieren. Zweimal wurde er von seinen Mitbürgern in den Gemeinderat gewählt. Zehn Jahre lang, von 1989 bis 1999, wirkte er in der Fraktion der Freien Wähler bei der Gestaltung der Stadtpolitik mit. Seine Heimatstadt ehrte ihn dafür mit der städtischen Verdienstmedaille in Silber. 2005 erhielt er die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg verliehen. Es folgte sogar die Staufermedaille des Landes, eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land und seine Bevölkerung.

Heinz Ummenhofer bleibt seinen zahlreichen Freunden und Bekannten als äußerst humorvoller Mensch in Erinnerung. Seine Anekdoten und Witze, mit denen er in geselliger Runde seine Mitmenschen glänzend unterhielt, sind legendär. Ebenso sein sportliches Detailwissen, mit denen er seine Bekannten immer wieder verblüffte. Neben der DJK schlug sein Fußballherz auf höherer Ebene für den VfB Stuttgart.

Heinz Ummenhofer litt schon seit neun Jahren an einer Lungenkrankheit, die sich zunehmend verschlechterte. Er hinterlässt seine Frau Hannelore, die Tochter Marion und seinen Sohn Heiko, der das Malergeschäft in inzwischen dritter Familiengeneration übernommen hat.

Die Trauerfeier für Heinz Ummenhofer findet am Donnerstag, 13. Dezember, um 15 Uhr auf dem Villinger Friedhof statt, das Seelenamt am Freitag, 14. Dezember, um 18 Uhr in St. Fidelis.