Mit 53 Mitgliedszünften und sechs Anwärter- beziehungsweise Gastzünften ist die Schwarzwälder Narrenvereinigung einer der größten in der Region angesiedelten Verbände. Damit der Informationsaustausch sowie die Kameradschaft unter diesen Vereinen sowie zum Präsidium gepflegt wird und Neuerungen vom Präsidium direkt mit den Vereinen kommuniziert werden können, treffen sich diese außerhalb der fünften Jahreszeit in geregelten Abständen. Eine dieser Veranstaltungen, der Frühjahrskonvent, fand nun am vergangenen Freitag in Neudingen statt.

Nicht nur der Vorsitzende der Neudinger Narrenzunft Klosternarr, Bernd Matt, war stolz, die 53 Vereine in der Neudinger Mehrzweckhalle begrüßen zu können, sondern auch Neudingens Ortsvorsteher Klaus Münzer.

Die Schwarzwälder Narrenvereinigung nutzte den Frühjahrskonvent, um ihre Mitglieder auf die Neuerungen im Datenschutzrecht aufmerksam zu machen. Dafür lud das Präsidium eigens zwei Rechtsanwälte der Kanzlei Wangler ein, die zu diesem Thema referierten. Diese wiesen die Vereine darauf hin, ihre aktuellen Handlungsweisen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Am besten sei es, Einwilligungen der Mitglieder zu holen oder gar den Datenschutz in der Satzung zu verankern. Ebenfalls sei es äußerst wichtig, sensibel mit jeglichen Daten der Mitglieder umzugehen.

Stolz zeigt sich das Präsidium mit ihrer neuen Uhr. (von links) Chronist Jürg Schade, Protokollar Manuel-Mike Straub, Jugendleiter Christian Knöpfle Brauchtumsbeisitzer Christoph Droxner, davor sind Präsidentin Anne-Rosel Schwarz, der Vize- Präsident Karlheinz Bähr und Kanzelarin Bianca Weber zu sehen.
Stolz zeigt sich das Präsidium mit ihrer neuen Uhr. (von links) Chronist Jürg Schade, Protokollar Manuel-Mike Straub, Jugendleiter Christian Knöpfle Brauchtumsbeisitzer Christoph Droxner, davor sind Präsidentin Anne-Rosel Schwarz, der Vize- Präsident Karlheinz Bähr und Kanzelarin Bianca Weber zu sehen.

Nachdem in der Versammlung diesbezüglich diskutiert wurde, einigte man sich darauf, durch den Verband eine Vorlage für eine solche Einwilligung von der Kanzlei aufsetzen zu lassen und dann allen Vereinen zur Verfügung stellt. Ebenfalls wurde darauf hingewiesen, dass die Vereine ihre Internetseiten auf dieses Thema prüfen sollen.

Des Weiteren wurde bekannt gegeben, dass für 2020 noch keine Bewerbung für ein Narrentreffen einging und sich die Vereine diesbezüglich nochmals Gedanken machen sollen. 2019 finden hingegen zwei Freundschaftstreffen statt. Eines in Eisenbach und ein zweites in Bad Dürrheim.

Ein Thema, welches das Präsidium ebenfalls ansprach, war der Ehrungsmarathon an Fasnacht. Sie freuen sich immer, über die fünfte Jahreszeit hinweg Ehrungen durchzuführen. Jedoch legten sie den Vereinen ans Herz, den Ehrungszeitpunkt zu überdenken und diese eventuell bei den Generalversammlungen durchzuführen. Somit wäre auch eine Nähe zu den Vereinsmitgliedern geschaffen und das Präsidium würde mehr von den Vereinen mitbekommen.

Präsidentin Anne-Rosel Schwarz leitete die Versammlung.
Präsidentin Anne-Rosel Schwarz leitete die Versammlung.

Bei der Versammlung konnte die Präsidentin Anne-Rosel Schwarz auch auf ihr erstes Amtsjahr zurückblicken. "Mir gefällt das Amt sehr gut. Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Zünften und jeder kommt, wenn er etwas benötigt. Ein besonderes Ereignis war für mich mein erstes Narrentreffen als Präsidentin. Zuvor habe ich diese immer als Brauchtumsbeisitzerin moderiert, in diesem Jahr stand ich auf der Ehrentribüne", berichte sie. Weiterer wichtiger Punkt ist der Kontakt zu den Zünften, den sie rege pflege und ihr am meisten Spaß mache.

 

Die Vereinigung

Die Schwarzwälder Narrenvereinigung (SNV) ist ein Verband von 53 Narrenzünfte der schwäbisch-alemanischen Fasnacht. Die Vereine sind fast alle aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis sowie dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Der Verbund wurde 1971 mit fünf Narrenzünften gegründet. Präsidentin des Verbandes ist seit 2017 Anne-Rosel Schwarz. (aw)