"Es ist ein würdiges Schaufenster für die Hexenzunft Villingen und für uns, um zu zeigen, was die Zunft in den vergangenen 50 Jahren erreicht hat": Das sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Schwarzwald-Baar, Florian Klausmann, jetzt bei der Ausstellungseröffnung zum Jubiläum der Villinger Hexen in der Kundenhalle der Sparkasse in der Gerberstraße.

Ehrenzunftmeister Peter Kirchner als Ausstellungsmacher

Vieles aus der Vergangenheit wurde vom Ehrenzunftmeister und Wächter des Brauchtums, Peter Kirchner, zusammengetragen und in Vitrinen und Szenen aufgebaut.

Umgeben vom Hexenmeister, Gehilfen und Hexen steht der Ehrenzunftmeister und Organisator der Ausstellung 50 Jahre Hexenzunft Villingen, Peter Kirchner. Die Schau ist bis zum 26. Februar in der Kundenhalle der Sparkasse zu sehen.
Umgeben vom Hexenmeister, Gehilfen und Hexen steht der Ehrenzunftmeister und Organisator der Ausstellung 50 Jahre Hexenzunft Villingen, Peter Kirchner. Die Schau ist bis zum 26. Februar in der Kundenhalle der Sparkasse zu sehen. | Bild: Roland Dürrhammer

Erster Schemmen-Prototyp von 1969 zu sehen

Darunter der Prototyp der ersten Schemme und die zweite Schemme, beide aus dem Jahr 1969, geschnitzt vom ersten Schemmenschnitzer der Zunft, Karl Bösinger. 200 DM kostete damals eine Schemme und 20 DM pro Schemme musste Bösinger an die Zunft abgeben, so steht es im Protokoll der Gründungsversammlung, die am 6. Februar 1969 im Fischerstüble stattfand.

Unterstützung von der Historischen Narrozunft

Dieses Protokoll und ein Amtsblatt von 1874, in dem steht, dass es bereits an der Fasnet um 1750 Hexen in Villingen gegeben hat, ist in der Ausstellung zu sehen. "Darüber sind wir der Narrozunft sehr dankbar, dass sie dieses Dokument in ihrem Archiv ausgegraben hat", sagt Kirchner, der mit Hilfe der Familie und Mitgliedern der Hexenzunft die Ausstellung aufgebaut hat.

Zweite Ausstellung in der Sparkasse

Zunftmeister Meik Gildner dankte Klausmann, dass sich die Zunft nach 2009 zum zweiten Mal in der Sparkasse präsentieren kann. "Wenn der Peter das nicht alles in die Hand genommen hätte, wäre aufgrund der vielen Arbeit um das Jubiläum herum die Ausstellung nicht machbar gewesen", betonte Gildner. "Bis zum Ende der Ausstellung am 26. Februar kann nun ich nicht mehr ins Häs gehen, weil alle meine Schemmen und Häser in der Ausstellung sind", so Kirchner.

Führungen für Kindergarten-Kinder

Er warnte die Sparkasse schon mal vor, dass sie bald viele neue Sparer bekomme. "Da ich für die Kindergärten im Hexenstüble Führungen anbiete, um den Kleinen die Angst vor den Hexen zu nehmen, und wir nun im Stüble nichts mehr zeigen können, kommen wir jetzt zu Ihnen", sagt Kirchner.

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