Vielleicht sind dem ein oder anderen schon die beiden Balkönchen auf der Südseite oder die drei Löcher auf der Ostseite des Romäusturm aufgefallen. Die Jugend-forscht-Arbeitsgemeinschaft des Gymnasiums am Romäusring bekam von der Stadt Villingen-Schwenningen die Anfrage, ob es Freiwillige gäbe, die dabei helfen würden, Falken im Romäusturm anzusiedeln. Pauline Graf und Norah Scott aus der Klasse 10e waren gleich von der Idee begeistert und entwickelten daraus ihr eigenes Projekt.

Projekt soll Vielfalt fördern

Die große Frage dabei war, ob die Vögel dazu bereit wären, im Turm zu nisten, und ob sich dadurch auch die Taubenpopulation senken ließe. Zudem sollte durch das Projekt die Biodiversität in der Stadt und der Umgebung erhöht werden.

Bestandsaufnahme der Vogelpopulation

Zuerst erfolgte eine Bestandsaufnahme. Diese erfolgte mittels automatisch ausgelöster Fotoaufnahmen über einen Computer und eine selbstentwickelte Software. Der Minicomputer hängt im Turm und ist durch eine individuell entworfene und von einem 3D-Drucker gedruckte Hülle geschützt. Die Bestandsaufnahme der Vogelpopulation läuft und wird weiter fortgeführt.

Wertvolle Tipps eines Falkners

Ein Falkner gab wertvolle Tipps für die Ansiedlung und den Brutkastenbau. Daraufhin wurden zwei Falken- und drei Dohlenbrutkästen in Eigenregie angefertigt. Diese hängen seit Ende Februar am Romäusturm.

Die montierten Dohlenkästen im Romäusturm.
Die montierten Dohlenkästen im Romäusturm. | Bild: Gymnasium am Romäusring

Ein großer Dank geht an die einheimischen Firmen, die auf Nachfrage sofort und unkompliziert das Projekt unterstützten. So spendete die Firma Beha Holz und Bauelemente das Holz für die Nistkästen und der Fachmarkt Görlacher die Schrauben, Winkel und das Befestigungsmaterial. Die Firma Kratt Holzbau leistete wertvolle Dienste bei der Anbringung der Brutkästen am Romäusturm. Fachliche Unterstützung gab es außerdem durch die Lehrkräfte Karin Hipp, Henning Blötscher und Michael Esser, die die Jugend-forscht-Gruppe des Gymnasium betreuen.

Zweiter Preis für Schüler

Das Projekt gewann beim Regionalwettbewerb „Jugend-forscht“ im Bereich Donau-Hegau-Tuttlingen einen zweiten Platz. Jetzt hoffen die Schüler, dass Falken und Dohlen die Nistkästen annehmen und noch in diesem Frühjahr einziehen.