Uwe Spille
Alles so schön bunt hier, die blaue Welt von Pandora ist wahrlich eine Augenweide: Sam Worthington als Jake Sully in einer Szene des ...
Alles so schön bunt hier, die blaue Welt von Pandora ist wahrlich eine Augenweide: Sam Worthington als Jake Sully in einer Szene des Films „Avatar 2: The Way Of Water“. | Bild: 20th Century Studios/dpa

Mitte Dezember vergangenen Jahres startete der Blockbuster Avatar 2 in den deutschen Kinos. Vier Wochen später hatte man entschieden, sich den Film in Villingen selbst anzuschauen, besser gesagt, die beste Ehegattin befand, man könne sich den Film doch mal ansehen.

Der erste Avatar, so ihre Aussage, sei ja nicht so schlecht gewesen. Außerdem seien die meisten Leute wohl schon drin gewesen, da dürfte es kein Problem mit Karten geben.

Warten an Kasse und im Kino

Gesagt, getan. Am Samstag betritt man das Kino gegenüber dem Amtsgericht in Villingen. Und ist überrascht, eine lange Schlange steht vor der Kasse.

Gut, dass man sich die Eintrittskarten schon tags zuvor reserviert hat, dennoch dauert es gut 20 Minuten, bis man seinen Platz einnehmen kann. Noch einmal ist Warten angesagt, denn immer noch kaufen Menschen Karten und auf Nachzügler wird Rücksicht genommen.

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Nicht schlecht, denkt man sich, insgesamt sieben Vorführungen gibt es am heutigen Tag und schon am Nachmittag ist das Kino proppenvoll. Und das nach vier Wochen Laufzeit, ganz Villingen, so sinniert man, treibt es scheinbar in den Film.

Retter des Kinos

Schön für die Kinobetreiber ist das allemal. Denn es ist noch kein halbes Jahr her, da vermeldeten diese einen drastischen Einbruch der Besucherzahlen um 40 Prozent, geschuldet der pandemischen Lage und der sich zuspitzenden Energiekrise.

Von da aus fühlt man sich geradezu als Retter des örtlichen Kinos, als man gemeinsam mit vielen anderen Filmfreunden vor der großen Leinwand sitzt. Dann endlich geht es los, ohne Werbung wird man hineingeworfen in die Geschichte um den Planeten Pandora, auf dem es paradiesisch zugeht.

Das hübsche Bistro fehlt

Nun ja, fast, wären da nicht die blöden Menschen, die mit ihren Raumschiffen kommen und, eigentlich wie immer, wegen des schnöden Mammons alles kaputtmachen. Nach geschlagenen dreieinhalb Stunden und vielen beeindruckenden Bildern und Szenerien ist die letzte Schlacht geschlagen und man selbst ist froh, dass man das alles überstanden hat. Denn. Dreieinhalb Stunden in einem Kinosessel zu sitzen, ist nicht eben rückenschonend. Aber auch das übersteht man.

Schade nur, dass es das hübsche Bistro unten im Kino nicht mehr gibt. Da konnte man früher noch einen Absacker zu sich nehmen. Was soll‘s, Hauptsache, es gibt überhaupt noch Kinos.

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