Im Fokus der Durchsuchungen standen laut einer Presseerklärung des LKA insgesamt 25 Wohnobjekte in Baden-Württemberg und Hessen. Ab 6 Uhr morgens durchsuchte das LKA die Wohnobjekte von 31 Beschuldigten aus der Reichsbürgerszene. Offen blieb bislang, ob es in Villingen zu einer Festnahme und Beschlagnahmungen von Beweismitteln kam.

Den Beschuldigten wurde unter anderem vorgeworfen, Reisepässe, Führerscheine und Staatsangehörigkeitsurkunden gefälscht, beziehungsweise hergestellt und massenhaft Faxnachrichten mit staatsleugnerischen Inhalten an verschiedene Behörden versandt haben.

Bei den Beschuldigten handelt es sich laut LKA-Presseerklärung um Führungsmitglieder und Angehörige der Reichsbürgerorganisationen „Republik Baden“ und „Freier Volksstaat Württemberg„ und ihrer Dachorganisation „Staatenbund Deutsches Reich“. Das LKA BW kooperiert bei dieser Durchsuchungsaktion mit den Polizeipräsidien Freiburg, Karlsruhe, Konstanz, Mannheim, Offenburg, Pforzheim, Reutlingen und Ulm. Zudem unterstützt das Polizeipräsidium Einsatz diese Maßnahme mit Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten sowie einem Spezialeinsatzkommando.

In Hessen sind zudem Kräfte einer Staatsschutzdienststelle, des Landeskriminalamtes sowie einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit im Einsatz.

Reichsbürger gehören der rechten Szene an. Sie leugnen die Existenz der Bundesrepublik als legitimer und souveräner Staat und lehnen deren Rechtsordnung ab.