Sie sollen gedrängelt und gefährlich überholt haben: Wegen eines mutmaßlich illegalen Autorennens am vergangenen Samstag auf der Autobahn 81 ermittelt die Verkehrspolizei in Zimmern ob Rottweil. Zwischen den Anschlussstellen Villingen-Schwenningen und Rottweil gab es gegen 10.30 Uhr offenbar ein Kräftemessen zwischen einem schwarzen Audi A6 und einer silbernen E-Klasse. Beide über 200 PS starke Autos mit Schweizer Zulassung haben sich Zeugenaussagen zufolge bei 150 Stundenkilometern permanent gegenseitig rechts und links überholt und sind dicht auf andere Fahrzeuge aufgefahren, meldet die Polizei.

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Allerdings handele es sich nicht um die klassische Variante eines illegalen Autorennens, bei der die Verkehrsteilnehmer zunächst ausgebremst werden, um für die Raser eine freie Autobahn zu schaffen, teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage mit. Vielmehr duellierten sich die Beiden so, dass sie weitere Autofahrer gefährdeten. Eine Autofahrerin sei offenbar nach Beobachtungen von Zeugen panisch nach rechts gefahren, habe ihr Auto aber unter Kontrolle halten können. Diese Verkehrsteilnehmerin werde beispielsweise gesucht.

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Erstmals seien die Verkehrsrowdys im Bereich des Autobahnkreuzes Hegau aufgefallen. Auf einem Autobahnparkplatz bei Oberndorf Neckar gelang es der Autobahnpolizei, die zwei Raser mit mazedonischer Staatsangehörigkeit im Alter von 41 und 42 Jahren und Wohnsitz in der Schweiz schließlich zu stoppen. Die Staatsanwaltschaft Rottweil verlangte von jedem eine Sicherheitsleistung von 2500 Euro, die sie an Ort und Stelle bezahlen mussten. Eine Sicherstellung der Autos und Handys erfolgte allerdings nicht, dazu seien die Verdachtsmomente für ein Autorennen nicht ausreichend gewesen. Die beiden Fahrer machten keine Angaben zu den Vorwürfen. Die Verkehrspolizei bittet Zeugen und Verkehrsteilnehmer, die von den beiden Autofahrern genötigt oder gefährdet wurden, sich unter 0741/348790 zu melden.

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Die zwei Verkehrsteilnehmer haben danach den Rückweg in die Schweiz angetreten. Zumindest von dieser Fahrt gab es dann keine Klagen, sagte der Polizeisprecher.

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