Vergangene Woche hatten die katholische und die evangelische Kirche in Villingen bereits mitgeteilt, wie sie mit der zunehmend brisanteren pandemischen Corona-Lage umgehen wollen. Die evangelische Kirche hat dies in der Zwischenzeit konkretisiert.

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Passiert ist das im Rahmen einer Dienstrunde, wie Dekan Wolfgang Rüter-Ebel dem SÜDKURIER sagt: „Grundsätzlich reagieren wir auf die Pandemie-Lage und reduzieren Kontakte. Wir finden es wichtig und höchst angemessen, einen Beitrag zu leisten.“

Dekan Wolfgang Rüter-Ebel im September 2020.
Dekan Wolfgang Rüter-Ebel im September 2020. | Bild: Werner Mueller

Was bedeutet das konkret für die evangelischen Kirchen in Villingen? „Gemäß den neuen Richtlinien unserer Landeskirche verzichten wir zunächst auf Gottesdienste in den kleineren Kirchen Lukas und Petrus. Während in den größeren Paulus, Markus und Johannes zumindest vorerst noch Gottesdienste gefeiert werden“, so Rüter-Ebel weiter. Das gelte in der Alarmstufe II. Der Zwei-Meter-Abstand, das permanente Tragen einer Maske und andere bereits bekannte Hygienemaßnahme seien immer Pflicht.

Alarmstufe III

Sollte sich die Corona-Lage jedoch verändern, würden entsprechende Konsequenzen daraus gezogen. Die Tendenz, so der Dekan, gehe in Richtung weiterer Kontaktreduzierungen, wenn dies nötig sein sollte. Eine Alarmstufe III hätte zwingend weitere Maßnahmen zur Folge.

Bereits seit Sonntag gibt es bei der evangelischen Kirche in Villingen die Möglichkeit, Gottesdienst online per Zoom zu verfolgen. Diese Möglichkeit habe es nach den Sommerferien nur alle zwei bis drei Wochen gegeben. Auch wieder aufgenommen wird laut Rüter-Ebel die wöchentlich verfasste Hausandacht zum Sonntag auf Papier oder E-Mail. Diese habe es bereits in den ersten 16 Monate der Pandemie von März 2020 bis Juli gegeben.

Die von der Landeskirche eingeräumte Variante mit Zugangsbeschränkung und 2G-Plus, werde derzeit nicht für praktikabel erachtet und daher nicht genutzt.