Das Gymnasium am Hoptbühl wird von der Aktion Schulhofträume des Deutschen Kinderhilfswerks mit 5000 Euro gefördert. Der Schulhof des Gymnasiums am Hoptbühl ist ein trister und trostloser Anblick. 70er Jahre-Charme mit 3000 Quadratmetern Asphaltwüste. Das soll sich jetzt ändern.

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24 Schüler der Profilklasse 9 in Bildender Kunst mit Kunsterzieher Andreas Zoller haben in kleinen Projektgruppen Ideen erarbeitet, Skizzen angefertigt und Modelle geschaffen, die zeigen, wie der Schulhof naturnah und nachhaltig umgestaltet werden kann. „Von Grau zu Grün“ soll sich der Schulhof in den kommenden Monaten wandeln. Dabei werden Schüler und Lehrer selbst tatkräftig mit Hand anlegen.

Wie der Schulhof in Zukunft aussehen soll, zeigen die Skizzen der Schüler, hier präsentiert von Schulleiterin Simone Duelli-Meßmer und Kunsterzieher Andreas Zoller.
Wie der Schulhof in Zukunft aussehen soll, zeigen die Skizzen der Schüler, hier präsentiert von Schulleiterin Simone Duelli-Meßmer und Kunsterzieher Andreas Zoller. | Bild: Sprich, Roland

„Bereits am Dienstag nach Pfingsten geht es los mit dem Aufbrechen der Betonplatten“, sagt Andreas Zoller. Der Zeitplan ist straff, denn eine Vorgabe des Deutschen Kinderhilfswerks ist die zeitnahe Umsetzung des Projekts. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass leider manche von uns geförderten Projekte im Sand verlaufen, wenn man keinen Zeitplan vorgibt“, sagte Michael Kruse. Er ist regionaler Projektkoordinator des Kinderhilfswerks.

Erholungsraum für die Öffentlichkeit?

Kruse reiste zur Scheckübergabe an Schulleiterin Simone Duelli-Meßmer eigens aus Berlin an. Er würde sich auch wünschen, dass Schulhöfe außerhalb der Schulzeit für die Allgemeinheit geöffnet und als Erholungsraum zur Verfügung gestellt werden könnten.

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Nach den Vorstellungen der Schüler soll unter anderem ein grünes, umranktes Klassenzimmer entstehen. Zudem sollen verschiedene Sitz- und Rückzugsmöglichkeiten auf dem Hof errichtet werden. „Jugendliche wollen Chill-Ecken“, weiß Kruse aus der Erfahrung voriger Schulhofträume-Projekte.

Naturverbundene Schule

Das Gymnasium am Hoptbühl ist sehr naturverbunden. „Wir haben in den 1990er Jahren eine Streuobstwiese angelegt, wir haben ein Trockenbiotop, Bienen und eine Schmetterlingswiese“, zählt Schulleiterin Simone Duelli-Meßmer auf. Der triste Schulhof war deswegen schon lange ein Dorn im Auge. Als erste Maßnahme wurden vor einiger Zeit bereits drei Bäumchen gepflanzt.

Als erste Maßnahme um die Aspahlt- und Betonwüste des Schulhofs aufzuwerten, wurden vor einiger Zeit Bäumchen gepflanzt.
Als erste Maßnahme um die Aspahlt- und Betonwüste des Schulhofs aufzuwerten, wurden vor einiger Zeit Bäumchen gepflanzt. | Bild: Sprich, Roland

Wie die Schulleiterin sagt, ist die Summe des Deutschen Kinderhilfswerks nicht die einzige finanzielle Unterstützung für die Umgestaltung. „Der Schulförderverein unterstützt uns mit 3000 Euro und die Sparkassenstiftung mit 1000 Euro.“ Für das gesamte Projekt sind derzeit 15 000 Euro veranschlagt. Die Verantwortlichen geben sich zuversichtlich, „dass wir die Summe irgendwie zusammen bekommen. Vielleicht gibt es ja noch weitere Unterstützer.“

Die Arbeiten beginnen nach Pfingsten. Mit dem 19. Juli ist für nach der Ausgabe der Zeugnisse, ein weiterer Fixpunkt für die Arbeiten zur Umsetzung des Schulhoftraums geplant. Die Anpflanzung soll im Herbst erfolgen.