Entlang der Fahrbahn der Bundesstraße 33 auf dem etwa 3,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen Wüba und Gaskugel soll ab dem 14. April, mit der Einrichtung der Baustelle und der Verkehrssicherung begonnen werden, im Anschluss starten die Baumaßnahmen. Dies teilte vergangene Woche die Stadtverwaltung mit, wie der SÜDKURIER berichtete.

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Rund 22.000 Fahrzeuge passieren täglich diese Strecke. Damit sich die Beeinträchtigungen im Rahmen halten, soll in zwei Abschnitten saniert werden. Zuerst werde drei Monate lang an der östlichen Fahrbahn gearbeitet, im Anschluss daran an der westlichen Seite, teilte die Stadtverwaltung mit. Bei günstiger Witterung und reibungslosem Verlauf könne Mitte Oktober 2020 mit dem Abschluss der Arbeiten gerechnet werden.

Halbseitige Sperrung und Umleitung

Während der gesamten Bauzeit wird halbseitig gesperrt und das Tempo reduziert. Die Fahrtrichtung Mönchweiler nach Bad Dürrheim bleibt währenddessen ständig befahrbar. In der Gegenrichtung wird der Verkehr über die vollen sechs Monate von Bad Dürrheim über die Donaueschinger Straße, den Fürstenbergring, den Habsburgerring und beim Außenring wieder auf die Bundesstraße umgeleitet.

Auto- und Lasterfahrer Richtung St. Georgen müssen mehr Zeit einrechnen. DIe Umleitung führt unter anderem über den Fürstenbergring und den Außenring.
Auto- und Lasterfahrer Richtung St. Georgen müssen mehr Zeit einrechnen. DIe Umleitung führt unter anderem über den Fürstenbergring und den Außenring. | Bild: Hans-Jürgen Götz

Fragen, ob es für diesen langen Zeitraum eine bessere Umleitungsstrecke gibt, beantwortete Baubürgermeister Detlev Bührer mit einem klaren „Nein“. Er wies zusätzlich darauf hin, dass es nach wie vor nicht ausgeschlossen sei, die Bahnhofsstraße während der Sanierung der Bundesstraße zu sperren und sie nur für den Busverkehr freizugeben.

Falls sich seine Vermutung bestätige, dass Ortskundige diesen Bereich verstärkt als inoffizielle Umleitungsstrecke nutzen werden, werde die Stadt entsprechend handeln, kündigte der Baubürgermeister an.

Eine oft verschobene Maßnahme

Ursprünglich geplant war die Sanierung der B 33 im Jahr 2017. Die Maßnahme wurde allerdings mehrmals verschoben, was unter anderem mit Engpässen im Baureferat begründet wurde. Nachdem schließlich aufgrund von vorgezogenen dringenderen Baumaßnahmen im Stadtgebiet der neu gesetzte Termin im Frühjahr 2019 ebenfalls platzte, soll es nun – drei Jahre später – trotz der anhaltenden Corona-Krise endlich soweit sein.

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Anwohner entlang der Umleitungsstrecke müssten sich auf ein höheres Verkehrsaufkommen sowie Auto- und Lasterfahrer auf längere Fahrzeiten gefasst machen, so Heike Spannagel, Pressesprecherin des Regierungspräsidiums Freiburg. Insgesamt muss der Durchgangsverkehr auf der Umleitungsstrecke etwa 6,3 Kilometer zurücklegen. Dies entspricht rund 2,7 Kilometer mehr, als auf direkten Wege.

Kein Flüsterasphalt

Warum letztendlich bei der Baumaßnahme kein sogenannter Flüsterasphalt oder lärmarmer Asphalt aufgebracht würde, welcher in der Vergangenheit mehrfach aus Reihen des Gemeinderats und der Anwohner gefordert wurde, begründete das Regierungspräsidium mit einer rund fünf Jahre kürzeren Lebensdauer gegenüber herkömmlichem Asphalt. Daraus resultieren dann kostenintensive Ausbesserungsarbeiten, deren Folgekosten die Stadt Villingen-Schwenningen vollumfänglich zu tragen hätte.

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Peter Spiegelhalter, Referatsleiter im Straßenbauamt des Regierungspräsidiums, erläuterte außerdem, dass die Grenzwerte seit der Geschwindigkeitsbegrenzung nicht mehr überschritten würden und der betreffende Abschnitt entlang der B 33 eine schwierige Topographie aufweise, welcher nur unter einer Vollsperrung mit dem lärmreduzierenden Asphalt ausgestattet werden könne.

Insgesamt wird bei der Maßnahme mit Sanierungskosten von 2,5 bis drei Millionen Euro gerechnet. Das hänge vom Zustand der Brücken und der Menge an teerhaltigem Material ab, das fachgerecht entsorgt werden müsse, so die Stadtverwaltung. Die Kosten gehen voll zu Lasten des Bundes.

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