„Wir müssen die Städte wiederbeleben“, sagt Rainer Böck, und verweist auf viele, wegen Corona abgesagte Veranstaltungen. Unter dem Motto „Villingen im Licht“ will der Gewerbeverband Oberzentrum (GVO) die Innenstadt in einer besonderen Atmosphäre erscheinen lassen. Der Vorstand der Sparte Handel und Gewerbe der Abteilung Villingen stellt bei einem Pressetermin die Pläne für die lange Einkaufsnacht mit bunten Lichtinstallationen vor.

Maskenpflicht für alle

In diesem Jahr gibt es besondere Auflagen des Landratsamts, erläutert Böck. Während der Lichternacht gilt für alle Besucher der Innenstadt die Maskenpflicht, nur Abstand zu halten reiche nicht aus. Daher bittet der GVO die Besucher im Vorfeld bereits darum, sich an die Vorschrift zu halten. Es „funktioniert nur mit Rücksichtnahme“, so Böck. Um das zu gewährleisten, sollen sechs Security-Mitarbeiter, so die Vorgabe des Landratsamtes, die Besucher während der Veranstaltung darauf ansprechen. Einen Sicherheitsdienst noch kurzfristig zu finden, gestalte sich allerdings schwierig, die Dienstleister seien derzeit auch mit vielen anderen Events beschäftigt. Hieran könnte die Lichternacht tatsächlich noch scheitern, räumt Böck ein. So weit will er es aber nicht kommen lassen. „Wichtig ist, dass in Villingen-Schwenningen etwas passiert, dass was geboten ist“, sagt er.

So schön erstrahlte Villingen 2019. Dieses Jahr soll die Lichternacht wieder stattfinden.
So schön erstrahlte Villingen 2019. Dieses Jahr soll die Lichternacht wieder stattfinden. | Bild: Hans-Juergen Goetz

Die Lichtinstallationen sind teils Meter hohe Figuren, die unter anderem auf dem Osiander- und dem Marktplatz (Latschariplatz) aufgestellt werden. Die drei Stadttore sind in den Farben ihrer Zifferblätter beleuchtet, ebenso 80 Straßenleuchten in den Straßen, die auf sie hinführen. Die Rietstraße erstrahlt in Blau, die Bickenstraße in Rot, die Obere Straße in Grün. Die Niedere Straße wird in vier verschiedenen Farben beleuchtet werden. „Um 18 Uhr steht alles“, sagt Böck.

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Den größten Teil der Kosten für die Veranstaltung trägt der GVO, sie belaufen sich laut Böck auf über 10 000 Euro. „Wir möchten etwas für die Stadt tun“, sagt er.

„Wahnsinns-Atmosphäre“

Auch in diesem Jahr bittet der GVO die Anwohner der Hauptstraßen in der Innenstadt darum, in jedem Fenster zwei Kerzen aufzustellen. Aufgrund einer Verordnung der Feuerwehr müssen diese in einem Glas platziert werden. Böck weist darauf hin, dass normale Teelichter nicht ausreichen. Es „müssen kräftigere sein“, sagt er. Die Anwohner wurden bereits durch Flyer informiert. Gegen eine kleine Spende können die Kerzen mit Glas abgeholt werden. Sie sollen noch bis tief in die Nacht brennen. „Das gibt eine Wahnsinns-Atmosphäre“, schwärmt Böck.