Erkin Umur wollte die Bühne als Sieger verlassen. Das war sein Ziel für die deutschen Meisterschaften im Bodybuilding. Darauf hatte er sich monatelang intensiv vorbereitet. Und erst kürzlich hat er den Landeswettbewerb für sich entschieden und damit seine gute Form bewiesen.

Nun hat es knapp leider nicht ganz gereicht zum Deutschen Titel und der damit verbundenen Berechtigung, künftig auch bei Profiwettkämpfen der International Fitness and Bodybuilding Federation (IFBB) an den Start gehen zu dürfen.

Nur einer war besser

Lediglich Wansh Malhotra, einer der rund 15 Konkurrenten von Umur in der Klasse „Classic Bodybuilding I“ für Athleten bis 1,78 Meter Körpergröße, hatte nach drei Wettkampfrunden auf der Bühne die bessere Punktezahl als der Kraftsportler aus Villingen.

An was es letztlich gelegen hatte, kann Umur rückblickend er nicht sagen. Sowohl er als auch der Sieger hätten bei einzelnen Körperbereichen die Nase vorne gehabt, so seine Einschätzung. Letztlich sei es aber eine subjektive Entscheidung der Kampfrichter gewesen. „Habe ich so akzeptiert und wie es sich im Sport gehört, dem Gewinner auch meine Hand gereicht“, sagt der 26-Jährige.

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Für Erkin Umur war er dennoch ein Erfolg: „Das ist in Ordnung, ich strebe Größeres an und bin sehr zuversichtlich, was die Zukunft angeht.“

Neuer Anlauf 2023

Jetzt den Kopf in den Sand zu stecken, kommt für den Krankenpfleger nicht in Frage. Er will weiter an sich arbeiten, um sein Ziel zu erreichen: eine Profilaufbahn. Aber wie?

„Die Pläne mit dem Coach sind schon geschmiedet und in der Umsetzung“, verrät Umur dem SÜDKURIER und fügt hinzu: „Ganz nach dem Motto, nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf.“

Erkin Umur beim Training Video: Fröhlich, Jens

Diät halten mal umgekehrt

Direkt am Sonntagmorgen nach dem Wettkampf habe er zusammen mit seinem Trainer noch im Hotel die neuen Pläne festgezurrt. „Diesen Monat machen wir eine so genannte Reverse-Diät“, berichtet Umur. Dabei wird die Kalorienzufuhr Woche für Woche etwas gesteigert. „Das geht bis Ende diesen Monats, sodass ich ab Januar in einem guten Kalorienüberschuss bin und meinen Aufbau mit einer guten Ausgangslage beginnen kann.“

Geplant sei ein Aufbau bis Ende Sommer 2023 um dann solide 100 Kilogramm auf die Waage zu bringen. Der nächste regionale Wettkampf ist im Oktober 2023 geplant, gefolgt von einem Wettkampf in Ungarn, wo erneut die Möglichkeit besteht, eine Profikarte zu gewinnen. „Nur dieses Mal in der Kategorie ‚Classic Physique‘, was mit meiner Körpergröße ein Maximal Gewicht von 89 Kilogramm ausmachen würde.“

Bilder vom Wettkampf und Siegerehrung in Wiesloch mit Erkin Umur können Sie auf der Internetseite www.body-xtreme-fotos.de ansehen.

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