Noch immer ist unklar, wann die Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen ihren vollen Betrieb wieder aufnehmen können. Die Stadtverwaltung bereitet sich jedoch intensiv vor, um sowohl den Schulbetrieb als auch den Betrieb an den Kinderbetreuungseinrichtungen starten zu können, sobald die Landesregierung grünes Licht gibt.

Wie der Leiter des Amtes für Jugend, Bildung, Kultur und Sport (Jubis) Stefan Assfalg am Donnerstag berichtete, sind an den 57 Kindertageseinrichtungen, die zusammen 3400 Betreuungsplätze für Kinder von null bis sechs Jahre bieten, 850 Kinder in der Notbetreuung. Weitere 50 Kinder sind an der Betriebskita des Schwarzwald-Baar-Klinikums in Notbetreuung.

Steigende Nachfrage

„Die Tendenz ist stark ansteigend, seit die erweiterte Coronaverordnung in Kraft ist, wonach die erweiterte Kinderbetreuung möglich ist.“ Dabei sei zu beachten, dass die jeweils genehmigte Platzzahl nur zu 50 Prozent ausgelastet sein darf.

Zu den Schulen sagte Assfalg, dass in den städtischen Schulen, die zusammen 7400 Schüler haben, derzeit 345 in der Notbetreuung sind. Die Zahl der Schüler, die bereits wieder im regulären Schulbetrieb sind, liegen derzeit nicht vor. Von 310 Plätzen in der Kindertagespflege sind derzeit etwa 100 belegt.

Zur Regelung, welche Kinder aufgrund der begrenzten Platzzahl das Betreuungsangebot in den Kindertagesstätten in Anspruch nehmen können, verwies Assfalg auf die drei Prioritätenkategorien, deren Kritiern in der Coronaverordnung des Landes genau definiert sind. Soweit Potenzial vorhanden sei, könne man dann auch wieder Kinder der Regelbetreuung aufnehmen. Hier wolle man, auch in Zusammenarbeit mit den Elternvertretern, Modelle finden, wo möglichst viele Kinder Betreuung erhalten, die nicht in die Priorität eins oder zwei fallen. Von einem Hauen und Stechen der Eltern um die offenen Kitaplätze sei bei der Stadt nichts bekannt.

Pläne für Risikopersonen

Wenn der Kita- und Schulbetrieb möglicherweise Ende Juni wieder in vollem Umfang startet, werde versucht, Erzieher und Lehrer, die zur Risikogruppe gehören, „nicht dort einzusetzen, wo sie möglicherweise einem Risiko ausgesetzt sind.“ Dort wo es möglich ist, könnten Kräfte, die zur Risikogruppe gehören, im Verwaltungsbereich, im Home-Office beschäftigt oder auch freigestellt werden.

Kurse ohne Körperkontakt

Auch die Volkshochschulen und Stadtbüchereien haben ihren Betrieb unter Einhaltung von Regelungen wieder aufgenommen, wie Madlen Falke von der Pressestelle der Stadt mitteilt. Allerdings können Kurse, die Körperkontakt erfordern bis auf weiteres nicht stattfinden. Der Leiter des Amtes für Jugend, Bildung, Kultur und Sport, Stefan Assfalg ergänzt, dass ein vollumfänglicher Lehrbetrieb „unter diesen strengen Auflagen bis auf Weiteres nur mit erheblichem Mehraufwand und viel Improvisationskunst möglich ist.“

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