Die Stadtwerke Villingen-Schwenningen (SVS) bereiten derzeit die Spülung des Trinkwassernetzes in Teilbereichen des Stadtbezirkes Schwenningen vor. Diese Maßnahme wurde bereits im Herbst vergangenen Jahres angekündigt, nachdem die mittlerweile dritte Keimbelastung des Trinkwassers seit 2017 aufgetreten. Die Spülung der Leitungen wird voraussichtlich zwei Wochen andauern, teilen die Stadtwerke jetzt mit.

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In den letzten Tagen wurden vorbereitende Maßnahmen getroffen und die im vergangenen Jahr eingesetzte Chlorierung des Trinkwassers im Zentralbereich zwischen Villingen und Schwenningen schrittweise gesenkt. Parallel dazu, so berichten die Stadtwerke, finden regelmäßige mikrobiologische Beprobungen statt.
Die an verschiedenen Standorten entnommenen Proben waren allesamt unauffällig, sodass nun in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt die weiteren Vorbereitungen für eine Spülung der Trinkwasserleitungen getroffen werden können. Diese Spülung in Teilbereichen von Schwenningen ab Mitte Juni reiht sich in beschlossenes Maßnahmenpaket ein, um eine weitere Ursachenforschung der Keimbelastung zu betreiben. Ob die Stadtwerke wieder wie viele Jahre lang auf eine Dauerchlorierung des Wassers verzichen können, hängt vom Ergebnis der Maßnahme ab.

„Wir hatten diese Maßnahme bereits im vergangenen Jahr angekündigt und werden nun die Spülung der Versorgungsleitungen ab Mitte Juni durchführen“, erklärt Ulrich Köngeter, der Geschäftsführer der Stadtwerke. Durchgeführt wird diese Maßnahme von Technologiezentrum Wasser, einer gemeinnützigen und unabhängigen Einrichtung des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches).
So werden einzelne, kurze Abschnitte der Leitungen von der Versorgung abgekoppelt und eine Spülung in diesem Bereich durchgeführt. Ziel der Maßnahme ist es, eventuelle Ablagerungen von Sedimenten so aus dem Leitungsnetz herauszuspülen und zu entfernen. Dabei wird das ausgespülte Wasser durch die Spezialeinrichtung mikrobiologisch beprobt und anschließend in die Kanalisation abgeführt.
Das betroffene Gebiet nördlich der Römer-, beziehungsweise der Schopfelenstrasse in Schwenningen wird hierbei in einzelne kleinere Bereiche eingeteilt, um so eventuell auftretende Sedimentablagerungen besser lokalisieren zu können. „Die Spülmaßnahme wird teilweise nachts stattfinden, um die reibungslose Trinkwasserversorgung der betroffenen Haushalte bestmöglich sicherzustellen“, so die Stadtwerke.

Die von einem Spezialistenteam aus Dresden durchgeführte Spülung beginnt am Montag, 15. Juni, und wird bis voraussichtlich 26. Juni andauern. Die Experten haben mit dieser Maßnahme in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen gemacht. In den beschriebenen Gebieten kann es ab Mitte Juni zu zeitweisen Druckschwankungen in den Wasserleitungen kommen. Zudem könnte unter Umständen eine leichte Trübung des Trinkwassers auftreten. Diese ist aber nicht gesundheitsgefährdend. Dennoch rät die SVS in diesem Fall die Wasserleitungen für einige Minuten aufzudrehen, damit ein Wasseraustausch in den Leitungen stattfinden kann. Auch die Strahlregler am Wasserhahn sollten vorsorglich abgeschraubt und gespült werden.

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