Unter Corona-Sitzungsbedingungen hat der Evangelische Kirchengemeinderat Villingen eine Reihe anstehender und zukunftsweisender Entscheidungen getroffen. Außerdem wurde die Menge der anstehenden Baumaßnahmen in den Gemeinden erfasst und priorisiert. Unter Kategorie 1 befinden sich acht Maßnahmen, die jetzt vorrangig realisiert werden sollen.

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  • Kindertageseinrichtung: Im Gebäude der Roggenbachschule in Unterkirnach möchte die Kommune eine zwei­gruppige Kindertagesstätte einrichten. Der evangelische Kirchengemeinderat Villingen hat dazu mit einem einstimmigen Beschluss die Trägerschaft übernommen. Damit können nun alle weiteren Maßnahmen auf den Weg gebracht werden. Nach Feststellung von Bürgermeister Andreas Braun ist die Eröffnung mit den neuen Kindergartenjahr 2021/22 angedacht. Die Verantwortung für die bauliche Umsetzung liegt bei der Kommune. Als künftiger Träger wird die Kirchengemeinde in die Bauplanungen eingebunden.
  • Elternbeiträge ausgesetzt: Die Elternbeiträge für die Kinder, die nicht in der Notbetreuung sind, werden im Monat Februar 2021 ausgesetzt. Der Kirchengemeinderat schließt sich damit dem empfohlenen Vorgehen der Vertreter der Kirchen in Baden-Württemberg an. Dazu wird für die Evangelischen Kindertagesstätten Johannes, Markus, Paulus und Petrus der Gebühreneinzug für die Notbetreuung entsprechend dem mit der Kommune vereinbarten Verfahren angewendet.
  • Personalia: Pfarrer Peter Krech, Niedereschach, ist als Stellvertreter für Dekan Wolfgang Rüter-Ebel wiedergewählt worden.
  • Investitionsprogramm: Umfangreiche Sparmaßnahmen der badischen Kirchenleitung greifen inzwischen auch auf Bezirksebene. Neben den Personalausgaben geht es dabei vor allem um Baukosten. Die Bauförderung wird um 30 Prozent gekürzt und von der Landeskirche werden nur noch dringend notwendige Baumaßnahmen bezuschusst. Der Bauausschuss hat inzwischen eine Prioritätenliste erstellt. Der Kirchengemeinderat hat dem damit vorgelegten Investitionsprogramm für die Jahre 2021 bis 2024 zugestimmt. Die Gesamtkosten werden auf gut 293.000 Euro kalkuliert. Davon müssen von den Gemeinden etwa 138.000 Euro aus Eigenmitteln aufgebracht werden. Der Sollüberschuss des Jahresabschlusses 2019 wird den Gebäuderücklagen zugeführt.
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Bauen nach Priorität

Die anstehenden Bau-/Sanierungsarbeiten in den Kindertagesstätten der Evangelischen Kirchengemeinde Villingen wurden bislang noch nicht priorisiert. Unter die unter Kategorie 1 priorisierten Maßnahmen im Investitionsprogramm der Gemeinde fallen folgende Projekte:

  • In der Johanneskirche steht die Orgelsanierung an und Sanierungsarbeiten an den Jochen, der Schalllade und am Treppenaufstieg. Außerdem sollen die Planungsarbeiten für die Neukonzeption des Martin-Luther-Zentrums angegangen werden.
  • In der Markusgemeinde müssen die Heizungsanlagen von Kirche, Gemeindehaus, Kindergarten und Pfarrhaus erneuert werden. Im Glockenturm wird eine Steuerung der Läutemaschine eingebaut, der Aufstieg gesichert, der Taubenschmutz entfernt und ein Taubenschutz angelegt. Zudem erhält die Glockenstube eine Beleuchtung.
  • Am Jakobus-Pfarrhaus in Niedereschach wird die Holzterrasse saniert.
  • In der Matthäusgemeinde VS-Marbach stehen die Beseitigung von Undichtigkeiten am Dach der Versöhnungskirche und Reparatur von Bodenfliesen an. Die Maßnahmen sind aber noch nicht kalkuliert.