Üble Masche rund um das Bayern-Spiel gegen den 1. FC Köln im Villinger Friedengrund. Inzwischen will sich zumindest ein Betrüger damit bereichern. Thomas Bartsch, ein Fußball-Fan aus Schramberg-Sulgen, schlägt Alarm. Die Sache ist inzwischen angezeigt, bestätigt ein Polizeisprecher. Er geht aber von einem Einzelfall aus.

Bartsch wollte für sich und seinen zehnjährigen Sohn noch Karten ergattern, nachdem die im offiziellen Vorverkauf vergriffen waren. Er schildert seinen Fall so: „Mir wurden am Donnerstag zwei Karten für das Spiel über die Internet-Plattform Ebay-Kleinanzeigen für 50 Euro angeboten, die Anzeige wurde im Raum Tübingen eingestellt.“ Da er seinem Sohn einen Wunsch erfüllen wollte, habe er dieses Angebot angenommen und 50 Euro mit dem Bezahldienst Pay-Pal überwiesen. Karten erhielt er aber nie.

In Sicherheit gewogen

Das Perfide daran: Er konnte mit dem vermeintlichen Verkäufer Kontakt aufnehmen, der ihn aber vertröstete. Zudem hatte der Betrüger eine Mail-Adresse, die auf einen Elektromarkt-Kette verwies. Das wog Bartsch am Anfang in Sicherheit, das änderte sich jedoch schnell, als er bei der Zentrale des Fachmarkts anrief und ihm dort erklärt wurde, dass solch ein Mitarbeiter nicht existiert.

Immerhin Kulanz

Zudem hatte Thomas Bartsch den Fehler begangen, die Überweisung an Freunde und Familie, statt an Händler zu markieren. Bei Letzterem hätte er einen Käuferschutz erhalten. Da er aber ein guter Kunde bei Pay-Pal ist, wurde ihm die Summe aus Kulanz gutgeschrieben. Laut Bartsch ist der mutmaßliche Betrüger in zumindest einem Fall immer noch aktiv.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Freundschaftsspiel zwischen dem FC Bayern München und dem 1. FC Köln in der MS-Technologie-Arena wird am Samstag, 17. Juli, um 16 Uhr angepfiffen. Weil zahlreiche Corona-Regeln beachtet werden müssen, sollen die erwarteten 6000 Besucher rechtzeitig anreisen.