Beliebt, aber inzwischen marode: Die Villinger Freizeitanlage Wanne, wie sie offiziell heißt, ist im Sommer „beinahe jedes Wochenende belegt“, wie Forstamtsleiter Tobias Kühn auf Anfrage feststellt. Allerdings ist sie nun auch in die Jahre gekommen. Sie müsste also dringend auf Vordermann gebracht werden, wie Kühn betont. Dabei bewegen sich die Kosten zwischen 20- und 100 000 Euro. Den sechsstelligen Betrag benötigt Kühn, um die Toilettenanlage und die Hütte zu erneuern. Zwischen 20- und 30 000 Euro taxiert das Forstamt die Aufwendungen, um die Anlage soweit aufzupolieren, damit sie auch die nächsten Jahre genutzt werden kann, beispielsweise würde das Dach des Pavillons neu gedeckt.

Beliebte Anlage

Die Anlage ist bei den Bürgern sehr begehrt, sagt Kühn, vor allem für Feiern wie Geburtstagen. Bei einer privaten Nutzung kostet das Gelände pro Tag 70 Euro, es muss mit niemandem geteilt werden. Das sei damit einer der wenigen Plätze im Stadtgebiet, wo dies überhaupt noch möglich sei. Einzige Voraussetzung: Der Zugang zum Aussichtsturm muss auch für andere jederzeit gewährleistet sein.

Allerdings spart die Stadt wegen ihrer finanziellen Notlage, wo sie nur kann, derzeit jeden Euro ein. Ob ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, damit es zu einer großen Sanierung oder wenigstens zu einer kleinen Erneuerung der Anlage kommt, weiß Kühn nicht. Das entscheide sich bis zum Herbst. Nötig hätte sie es auf jeden Fall. Danach wird dann entschieden, wie es auf der Wanne weitergeht.

Gut sieht es noch für den markanten, benachbarten Aussichtssturm aus, der im Jahr 2000/2001 saniert wurde. Der 33 Meter hohe „lange Lulatsch“, wie er früher genannt wurde, ist wegen seines Blicks über Villingen geschätzt und benötigt derzeit keine Auffrischung. Die habe er ja erst vor wenige Jahren erhalten, bekräftigt Kühn. Damals kostete vor allem die Entrostung über eine halbe Million Mark, rund 100 000 sammelte Ehrenbürger Ewald Merkle bei den Bürgern der Stadt ein.