Es ist nie einfach, das passende Geschenk zu finden. Dieses Jahr kommt aber noch hinzu: Die Preise steigen deutlich – nicht nur für Energie. Führt das dazu, dass die Menschen ihre Geschenke lieber basteln, statt welche zu kaufen? Wir haben in der Villinger Innenstadt nachgefragt.

Rene Dolezal, 47, aus Villingen

Rene Dolezal, 47, aus Villingen will Weihnachten wie gewohnt feiern und besonders seinen Kindern die Wünsche erfüllen.
Rene Dolezal, 47, aus Villingen will Weihnachten wie gewohnt feiern und besonders seinen Kindern die Wünsche erfüllen. | Bild: Leonie Vaas

Rene Dolezal aus Villingen möchte Weihnachten wie gewohnt mit seiner Familie verbringen. Es sei ein teures Fest und jedes Jahr werde sehr viel Geld dafür aufgebracht, um jedem seine Wünsche zu erfüllen, meint der 47-Jährige.

Besonders seinen Kindern will er die Wünsche erfüllen, die sie selbst auf die Wunschliste geschrieben haben. Aber es gibt Grenzen: „Was zu teuer oder totaler Quatsch ist, wird von der Liste gestrichen.“ Vernünftigkeit stehe dann doch an erster Stelle, wenn die Wünsche über das Ziel hinausschießen.

Etwas selbst zu basteln und an seine Familie und Freunde zu verschenken, habe er bisher jedoch noch nicht vor.

Rosmarie Götz, 80, aus Mönchweiler

Rosmarie Götz, 80, aus Mönchweiler möchte ein Weihnachtsfest mit Geschenken in Maßen und nicht in Massen.
Rosmarie Götz, 80, aus Mönchweiler möchte ein Weihnachtsfest mit Geschenken in Maßen und nicht in Massen. | Bild: Leonie Vaas

Weihnachten feiert Rosmarie Götz gemeinsam mit ihrer Familie mit Essen, Lachen und Bescherung. Dieses Jahr gibt es Geschenke nicht in Massen sondern in Maßen. Es werde ohnehin viel zu viel verschenkt und dabei vergessen, um was es wirklich beim Weihnachtsfest geht, findet Rosmarie Götz.

Natürlich sollte jeder seine Wünsche äußern dürfen und diese werden auch versucht zu erfüllen, doch 2022 wird mehr gespart. Die 80-Jährige überlegt, dieses Jahr eher mal ein Paar selbstgestrickte Socken und Plätzchen statt dem neuesten Computerspiel zu verschenken, dass sich der Enkel schon seit langem wünscht.

Roger Guggisberg, 50, aus der Schweiz

Roger Guggisberg, 50, aus der Schweiz geht es vor allem um das Beisammensein an Weihnachten und nicht um die Geschenke
Roger Guggisberg, 50, aus der Schweiz geht es vor allem um das Beisammensein an Weihnachten und nicht um die Geschenke | Bild: Leonie Vaas

Berufsbedingt ist Roger Guggisberg immer wieder in der Gegend Freiburg und Lörrach. Wohnhaft ist er in der Schweiz, dort sei zu spüren, wie die Preise immer mehr steigen und alles noch teurer werde.

Der 50-Jährige sagt, dass er mit seiner Familie Weihnachten nachhaltig verbringen möchte. Sie werden nicht wie jedes Jahr gewohnt auswärts essen gehen, sondern zu Hause sich selbst etwas zubereiten. Es gehe ja vor allem darum, dass man als Familie gemeinsam ein besinnliches Weihnachtsfest verbringt.

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Trotz der hohen Preise versucht der Schweizer den Wünschen der Familie gerecht zu werden – vor allem denen der Kinder. Trotzdem werden dieses Jahr vielleicht weniger Geschenke unter dem Weihnachtsbaum liegen als bisher. Etwas selbst gemachtes werde aber trotzdem eher nicht dabei sein.