Am 26. September findet in Deutschland die Bundestagswahl statt. Statt zur Wahlurne zu gehen, nutzen immer mehr Menschen die Möglichkeit, ihre Stimme per Briefwahl abzugeben. In Villingen-Schwenningen wird am kommenden Donnerstag, 19. August, mit der Ausgabe der entsprechenden Unterlagen begonnen. Ein Tag später passiert das gleiche dann in den Ortschaften Marbach, Rietheim, Tannheim, Obereschach, Weigheim und Weilersbach. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind die Vorbereitungen im Haupt- und Personalamt dafür in vollem Gang.

Eigentlich sollte das Ausgeben der Unterlagen für die Briefwahl bereits geschehen sein. „Aus technischen Gründen“, wie Oxana Brunner von der städtischen Pressestelle auf Anfrage mitteilt, habe sich die Lieferung der Stimmzettel aber verzögert.

Abgeholt werden können die Briefwahlunterlagen an folgenden Standorten:

  • Im Stadtbezirk Villingen findet die Ausgabe der Unterlagen im Bürocontainer im Rathaushof am Münsterplatz 7/8 statt. Der Zugang erfolgt über die Kanzlei- oder die Rathausgasse. Möglich ist der Zugang montags, dienstags und donnerstags von 8.30 Uhr bis 16 Uhr, mittwochs von 8.30 Uhr bis 17 Uhr sowie freitags von 8.30 Uhr bis 12 Uhr – oder nach Vereinbarung.
  • Im Stadtbezirk Schwenningen können die Unterlagen im Rathaus am Marktplatz 1 montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr abgeholt werden.
  • Die Ortsverwaltung Marbach ist vom 26. Juli bis 13. August geschlossen
  • Die Ortsverwaltung Rietheim vom 2. bis 20. August geschlossen
  • Die Ortsverwaltung Tannheim ist vom 30. August bis 10. September geschlossen
  • Die Ortsverwaltung Oberschach vom 16. bis 27. August geschlossen
  • Die Ortsverwaltung Weigheim ist vom 9. bis 20. August geschlossen
  • Die Ortsverwaltung Weilersbach ist vom 9. bis 20. August geschlossen

Wenn die Ortsverwaltungen geöffnet sind, können Bürger dort die Briefwahlunterlagen abholen. Während der Urlaubszeit ist das bei den Ausgabestellen in Villingen und Schwenningen möglich.

So funktioniert die Briefwahl

Wer möchte, kann die Briefwahlunterlagen auch per Mail an wahlen@villingen-schwenningen.de oder per Fax an 07721/822027 beantragen. Weitere Infos zur Briefwahl gibt es HIER. Für eine schriftliche Beantragung der Briefwahlunterlagen sind Vor- und Nachname, Wohnanschrift in VS oder eine etwaige abweichende Versandanschrift zwingend erforderlich. Für Rückfragen steht das Wahlbüro am Villinger Münsterplatz zur Verfügung. Telefonisch erhalten Bürger Infos unter der 07721/821990 oder der 07721/821991. Fragen können auch per Mail an wahlen@villingen-schwenningen.de gestellt werden.

Zahl der Briefwähler steigt stetig

Dass die Möglichkeit der Briefwahl auch bei der diesjährigen Bundestagswahl von vielen in Anspruch genommen wird, zeigt die Entwicklung – und zwar unabhängig davon, um welche Wahl es sich handelt. Bei den Kommunalwahlen 2014 gaben noch 4900 Bürger ihre Stimme per Brief ab. Fünf Jahre später waren es 7115. Auch bei den Landtagswahlen ist die Anteil der Briefwähler kontinuierlich gestiegen. 2011 waren es 5283 Wähler (16,3 Prozent), 2016 wählten 7733 Bürger per Brieg (21,2 Prozent). Im Frühjahr dieses Jahres waren es – auch bedingt durch Corona – 13.761 Menschen. Das entsprach 44,2 Prozent aller Wähler aus Villingen-Schwenningen.

„Die Zahl der Briefwähler hat sich stetig erhöht“, sagt auch Brunner von der Pressestelle. Wählten 2013 noch knapp 9000 Menschen aus VS per Brief, waren es vor vier Jahren bereits 11.107 Briefwähler. Und im September? Brunner: „Aufgrund unserer Erfahrungen bei der Landtagswahl im März rechnen wir mit zirka 15.500 Briefwählern.“