Für Aufregung hat ein Elternbrief der Goldenbühlschule gesorgt. Darin hat die Schulleitung Hausaufgaben für die Osterferien angekündigt. Einige Eltern fanden das empörend, wie dem SÜDKURIER zugetragen wurde. Die Kinder seien durch den anstrengenden Fernunterricht jetzt erholungsbedürftig, argumentieren sie. Schulleitern Stephanie Schickt erklärte dazu auf Nachfrage, die Aufgaben für die Osterferien seien keineswegs Pflicht, sondern ein freiwilliges Angebot an Schüler und Eltern.

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Die Rektorin weist darauf hin, dass die Schüler aufgrund der Kontaktsperren und geschlossenen Grenzen in den bevorstehenden Osterferien weder mit den Eltern verreisen noch einfach rausgehen und sich mit den Freunden treffen können. Daher habe sich die Schulleitung entschlossen, ein schulisches Angebot zu machen. „Wir wollen den Eltern helfen, die Kinder zu beschäftigen und deren Tag weiterhin zu strukturieren“, sagt Stephanie Schick. Die Lehrer hätten die Sorge, dass sich viele Kindern ansonsten jeden Tag stundenlang in den sozialen Medien im Internet tummeln. „Besser wäre es, sie würden auch etwas für die Schule tun“, argumentiert die Pädagogin.

Das Angebot der Goldenbühlschule für die Osterferien, so erläutert sie, soll daher auch keineswegs so anspruchsvoll und umfangreich sein wie die richtigen Hausaufgaben und Tests während des laufenden regulären Fernunterrichts. Für die Osterferien gebe es vor allem „kreativere Aufgaben„ aus den Nebenfächern wie Sport, Kunst, Musik oder naturwissenschaftliches Experimentieren. Außerdem sollen die Kinder zehn Minuten täglich lesen. Einige Eltern hätten der Schulleitung auch signalisiert: „Hoffentlich seid ihr in den Ferien da“, berichtet die Rektorin.

Und das wollen die Lehrer der Goldenbühlschule nach Aussage der Schulleiterin auf jeden Fall sein und auch in den Ferien wie bisher den Schülern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Das bisherige „Home-schooling“ als Folge der Corona-Krise sei an der Goldenbühlschule sehr intensiv betrieben worden, versicherte sie. „Wir Lehrer haben einen sehr engen Kontakt zu den Schülern.“ Bei den älteren Schülern der Sekundarstufe laufe die Kommunikation und die Aufgabenverteilung und Korrektur sehr stark über digitale Medien, die Grundschüler bekommen vor allem Arbeitsblätter zugeschickt. Sehr intensiv gestalte sich vor allem der Austausch zwischen den Prüfungsklassen und deren Lehrer.

Was die Osterferien-Aufgaben angeht, heißt es in dem Brief an die Schüler: „Diese Aufgaben werden im Umfang etwas weniger sein als bisher, so dass ihr euch auch gut erholen könnt.“