„Wir vom Awo-Ortsverein Villingen-Schwenningen sind bereit, Geflüchtete aus den Lagern auf den griechischen Inseln aufzunehmen“, erklärt die Vorsitzende des Ortsvereins Beate Schmidt-Kempe.

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Die Bilder aus Moria seien bestürzend, schreibt die Awo in einer Pressemitteilung. Durch die unhaltbaren Zustände in Griechenland müssten unbegleitete Minderjährige als hoch gefährdet angesehen werden. Die Fälle von sexueller Gewalt und Ausbeutung gerade von Kindern und Jugendlichen mehrten sich. Diese jungen Menschen bräuchten einen Ort zum Leben und eine Perspektive für die Zukunft, so Schmid-Kempe. Die Kinder brauchen nach ihrer Überzeugung in erster Linie Hilfe bei der Orientierung, beim Erlernen der deutschen Sprache, Begleitung bei Schulangelegenheiten und beim Kontakt zu öffentlichen Stellen wie Ausländeramt und Gesundheitsamt.

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Yasmina Zahn, die Leiterin aus dem Fachbereich Kinder- und Jugendhilfe des Awo Ortvereins, bekräftigt die Einladung: „Wir vom Awo-Ortsverein Villingen-Schwenningen haben vielfältige langjährige Erfahrungen mit der Integration von jungen Flüchtlingen und können von guten Erfolgen berichten, bei denen es uns gelungen ist, diese jungen Menschen zu integrieren, ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen und einen festen Platz in der Gesellschaft zu sichern. In unseren beiden Jugendhilfeeinrichtungen haben wir Platz für rund 25 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Altersklasse zwischen sechs und 18 Jahren. Diesen bieten wir ein differenziertes Leistungsangebot und eine interkulturell geprägte pädagogische Begleitung an. Unser Haus Regenbogen und Immigrants Corner sind ein guter Ort für diese jungen Menschen, um hier anzukommen, die Sprache zu lernen und neue Freunde zu finden.“

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Nachdem die Bundesregierung erklärt hatte, dass auch Deutschland Flüchtlinge aus Griechenland aufnehmen werde, steht die Stadtverwaltung in Gesprächen darüber, einen Teil des Kontingents zu übernehmen. Es gebe eine entsprechende Anfrage des Regierungspräsidiums Freiburg, teilte OB Jürgen Roth in der Sitzung des Verwaltungs- und Kulturausschusses auf Anfrage von Grünen-Stadtrat Hans-Joachim von Mirbach mit. Die Stadt stehe in Kontakt mit dem Landratsamt und prüfe, wie die Aufnahme umgesetzt werden könne. Ob und wie viele Geflüchtete aber tatsächlich kommen, könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, so OB Roth.

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