Was für ein Tohuwabohu in der Villinger Niederwiesenstraße: Um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, wurde vergangenes Wochenende der Belag in der Niederwiesenstraße am Sonntag eingebaut. Autofahrer und vor allem Radler räumten aber die Absperrungen zur Seite. Sie nutzten in der Nacht auf Sonntag die Straße verbotenerweise und beschädigten den frisch aufgebrachten Haftkleber, meldete die Stadtverwaltung. Dabei wurde im Vorfeld über Presse- und Bürgermitteilungen, aber auch in den sozialen Medien auf die Sperrung hingewiesen.

Absperrung weggestellt: Am rechten Gehweg wurde die Absperrbarke zur Seite geräumt.
Absperrung weggestellt: Am rechten Gehweg wurde die Absperrbarke zur Seite geräumt. | Bild: Stadt Villingen-Schwenningen

Somit mussten die Vorarbeiten am Sonntag wiederholt werden. Die illegale Fahrten gingen auch danach über den neuen Belag weiter, der noch eine Temperatur von circa 100 Grad hatte. Radspuren im Belag zeugen davon. Diese Aktionen störten den Baustellenablauf. Bei vier Polizeieinsätzen wurden Bußgelder verhängt. Die sanierte Straße hat nun bereits jetzt leichte Schäden, bevor erstmals die Autos darüber rollen konnten.

Eindeutige Spuren zeigen auf, dass der Baustellenbereich trotz Absperrung passiert wurde.
Eindeutige Spuren zeigen auf, dass der Baustellenbereich trotz Absperrung passiert wurde. | Bild: Stadt Villingen-Schwenningen

Allerdings fühlten sich auch Besucher des Sportstudios „Easy-Fit“ von der Stadt gegängelt. Am frühen Samstagabend hätten sie noch ihre Autos auf dem Parkplatz abgestellt, als sie das Sportstudio verließen, war alles abgesperrt. Sie mussten verbotenerweise über den Gehweg und einen Hinterhof in den Kutmühlenweg fahren. Da hätte von der Stadtverwaltung ein Warnschild aufgestellt werden können, meinen sie. Die Stadtsprecherin weist den Vorwurf zurück: Das Sportstudio sei persönlich von der Sperrung informiert worden.

Das Absperrband an der Niederwiesenstraße wird an mehreren Stellen heruntergerissen.
Das Absperrband an der Niederwiesenstraße wird an mehreren Stellen heruntergerissen. | Bild: Stadt Villingen-Schwenningen