Treibt es der frühere Stadtjugendpfleger Dieter Sirringhaus schon wieder zu bunt? Sirringhaus scheiterte auf der grünen Wiese schon einmal mit dem Familienpark, nun redet er am gleichen Ort beim Jugendkulturzentrum mit. Manche meinen, er hat dort das Sagen. Nun wurde dies in zwei Ausschüssen thematisiert.

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Eröffnet wurde die Einrichtung im April, gebaut hat sie die Stadt, aber Träger ist das Jugendförderungswerk. Das ist alles mehrheitlich vom Gemeinderat so gewollt. Das Jugendförderungswerk, dessen Vorsitzender Sirringhaus inzwischen ist, sollte einen Geschäftsführer einstellen. Das ist bisher gescheitert. Was damit sei und ob überhaupt ausreichend Jugendkultur angeboten werde, wollte Constanze Kaiser von den Grünen wissen. Ihres Wissens gebe es Veranstaltungen für Kinder und für Ältere, aber eher weniger für Jugendliche.

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Stefan Assfalg, der zuständige Amtsleiter betonte, dass es sich um das Jugendkulturzentrum und nicht um das Kulturzentrum handele. Das sei eine Gemeinderatsentscheidung. Die Namensänderung hatte das Jugendförderungswerk vorgenommen und ist keine Kleinigkeit. Das Kulturzentrum zielt auf einen breiteren Kreis von Besuchern.

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Assfalg betonte, dass enge Kontakte zum Jugendförderungswerk gesucht werden, räumte aber ein, dass zu einzelnen Fragen „unterschiedliche Vorstellungen“ beständen. Es sei eine enge Kooperation mit den Jugendhäusern erwünscht, allerdings sei das mit dem Villinger derzeit schwierig, wo „es so gut wie kein Personal mehr gibt“. Der leer gefegte Markt für pädagogische Kräfte ist einer der Gründe, warum sich das Jugendförderungswerk mit der Besetzung schwer tut. Es sei eine Person gefunden worden, die dann aber aus persönlichen Gründen abgelehnt habe, berichtete Nicola Schurr, SPD-Stadtrat und Kassenprüfer des Jugendförderungswerks. Nun werde der Posten neu ausgeschrieben. Sirringhaus sei zwar Vorsitzender, doch mehrere Personen bestimmen die Ausrichtung des Kulturzentrums, so Friedhelm Schulz, der als Ansprechpartner diene.

Kritik im Technischen Ausschuss

Bereits im Technischen Ausschuss kritisierte der Freie Wähler Andreas Flöß, dass am Kulturzentrum mehrere temporäre Bauten, unter anderem ein Container, aufgestellt wurde.