So schnell wie ursprünglich geplant erhalten VS-Familien in den früheren Franzosenblocks keinen günstigen Wohnraum. Das liegt nicht am Bündnis für faires Wohnen und auch nicht an der Stadt, sondern am Land. Das setzte der Doppelstadt die Pistole auf die Brust und drohte mit einem Teilabzug der Hochschule für Polizei. Ganz die feine Art war das nicht – und die Konsequenz ist eben auch, dass viele Familien, die händeringend günstige Wohnungen suchen, sich gedulden müssen.

Glücklicherweise hat das Bündnis für faires Wohnen das Projekt übernommen. Die Pläne haben Hand und Fuß, was da in Richtung Unterkirnach passiert, könnte diesen Bereich, der bisher eher verlottert war, bald zu einer begehrten Adresse machen. Jetzt ist nur noch zu befürchten, dass die Polizeischüler aus diesen schicken Wohnadressen gar nicht mehr ausziehen wollen, und diese Wohnungen auch weiteren Studenten-Generationen ans Herz legen. Dann würde aus Villingen auf Dauer eine Studentenstadt. Für die künftigen Wohnungssuchenden wäre dies aber keine gute Nachricht.