Obwohl seine Bemühungen, das Gebäude Hölzlekönig unter Denkmalschutz stellen zu lassen gescheitert sind, kämpft der Villinger Wilfried Steinhart weiter um den Erhalt des Gebäudes. Wie berichtet, bleibt das Gebäude, dessen Abriss für Ende des Jahres geplant war, erst einmal stehen. Der Pächter mache kurzfristig weiter, berichtete Architekt Michael Rebholz von der gleichnamigen Immobiliengruppe, der das Gasthaus gehört. Dauerhaft könne der "Hölzlekönig" aber nicht erhalten werden, da Rebholz nichts mehr investieren wird. Dies bedauert Steinhart sehr. Er erinnert nochmals an die Geschichte des Gasthauses und berichtet dem SÜDKURIER, dass ein Schwenninger Wirt kurz nach 1900 in der Nähe der bekannten Tanne "Hölzlekönig" an der Straße nach Villingen, ein Ausflugslokal bauen wollte. Von Schwenningen erhielt er keine Genehmigung, man traute ihm das nicht zu, berichtet Steinhart.
 

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Danach stellte der Wirt einen Antrag bei der Stadt Villingen, die ihm den Bau dann genehmigte. Kurios: Seine Kinder, die ja auf badischem Gebiet wohnten, brauchten eine Sondergenehmigung, um im württembergischen Schwennignen, zur Schule gehen zu können. "Die meisten Villinger sind der Ansicht, dass das Gasthaus auf Schwenninger Gemarkung liegt, da es ja näher an Schwenningen ist", so Steinhart. Tatsächlich stehe das Gebäude aber auf Villinger Gemarkung, was in Schwenningen bekannt sei. Wilfried Steinhart bedauert es sehr, dass der "Hölzlekönig" in keinem Buch, das sich mit Villingen oder Schwenningen beschäftigt, Erwähnung findet. Dabei habe das Gebäude eine wichtige stadthistorische Bedeutung: Genau beim "Hölzlekönig" war früher die Grenze mit Schlagbaum zwischen dem Herzogtum Baden und dem Königreich Württemberg. Hier fand auch am 1. Januar 1972 die symbolische Geburtsstunde von Villingen-Schwenningen statt. All dies seien genüg Gründe, den "Hölzlekönig" zu erhalten, meint Wilfried Steinhart. Das Landesdenkmalamt ist aber der Meinung, die historische Rolle der Gaststätte und des Umfelds könne auch auf einer Info-Tafel verewigt werden.