Das Telefon von Holger Rohde klingelt nicht nur ein Mal, seit er an diesem Vormittag in der Deutenberghalle angekommen ist. Schellt es nicht, wählt er selbst eine Nummer, um etwas abzuklären. Im Hintergrund bauen sechs Arbeiter den neuen Hallenboden auf. Rohde dokumentiert alles. Er macht ein Foto im Lager, eins auf dem Spielfeld, eines von den Helfern und Firmenmitarbeitern. Viele kleine Baustellen gilt es bis zum 21. September noch abzuarbeiten. Dann ist das Team der Kirchheim Knights zu Gast und das Abenteuer zweite Bundesliga beginnt. Der Geschäftstellenleiter und Hallensprecher informiert über den Stand der Vorbereitungen.

Hallenboden: Sechs Arbeiter sind nötig, um die 372 Platten zu verlegen, die auf Rollwagen in der richtigen Reihenfolge gelagert sind.

Bild: Fröhlich, Jens

16 Tonnen bringen sie zusammen auf die Waage. „Gebaut wurde der länderspieltaugliche Boden in Holland“, erklärt Rohde. Nach dem Aufbau vermessen Werbetechniker den Mittelkreis, um passgenaue Aufkleber anfertigen zu können, die noch vor dem ersten Spiel aufgebracht werden müssen.

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Der Auf- und Abbau dauert zusammen acht Stunden. Eine Prozedur, das nun bei jedem Heimspiel ansteht. Die von der Pro A geforderte Standkorbanlage sowie die 24-Sekunden-Würfel hat der Verein aus eigener Tasche bezahlt.

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LED-Banden: Ebenfalls neu sind die neuen LED-Werbeflächen entlang des Spielfeldes. Auf 24 Meter Länge bieten sie durch wechselnde Anzeigen mehr Werbefläche und somit mehr Einnahmen. „Sie werden U-förmig aufgestellt, damit sie den Zuschauern nicht die Sicht nehmen“, erklärt Rohde.

Zuschauer: „Wir rechnen aufgrund des Aufstiegs mit rund 1500 Zuschauern bei Heimspielen“, so Rohde. Sechs Mannschaften der Liga seien aus Baden-Württemberg, die Anfahrtswege daher nicht so weit. Rohde hofft, dass im Schnitt 100 Fans die Panthers zu Auswärtspartien begleiten.

Livestreams: Der Anbieter Airtango hat die Übertragungsrechte und wird alle Spiele der Pro B live im Internet zeigen. Die Panthers müssen für die zwei Kameras, Regie und Moderation Helfer stellen. Die Spiele sind auf der Plattform kostenlos abrufbar.

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Finanzierung: Mit 500- bis 600 000 Euro gehen die Panthers mit dem zweitkleinsten Mannschaftsetat der Liga ins Rennen, so Rohde. Chemnitz, Jena, Rostock und Bremerhaven könnten da aus deutlich größeren Töpfen schöpfen, die im Millionebereich liegen. „Die haben auch bis zu 4000 Zuschauer pro Spiel“, erklärt er. Trotz der im Vergleich geringen Summe, muss diese erst einmal finanziert werden. Neben Einnahmen aus dem Ticketverkauf und dem Catering stehen dem Verein vor allem auch Partner aus der Region zur Seite. Alle Sponsoren hätten für die neue Saison ihren Etat erhöht, freut sich Rohde und spricht von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Neue Partner zu finden sei jedoch schwierig. Erst kürzlich wurde ein Förderverein gegründet.

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Verwaltung: Dem Erfolg auf dem Platz trugen die Verantwortlichen auch im Hintergrund Rechnung. So wurde eine Teilzeitstelle für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit geschaffen. Eine Studentin kümmert sich um das Marketing und ein Mitarbeiter leitet den Finanzbereich. Die Geschäftsführung setzt sich jetzt aus drei Mitgliedern zusammen.

Mannschaft: Während Rohde in der Heimat alles in die richtigen Bahnen lenkt, weilte die Mannschaft um Trainer Alen Velcic im Trainingslager in der Türkei. Drei komplette Wohnungen für neue Spieler mussten ausgestattet und weitere Unterkünfte renoviert werden. „12 Helfer waren dafür im Dauereinsatz“, blickt Rohde zurück.

Zukunft: Als Ziel gibt Rohde das Erreichen der Playoffs an. Den Klassenerhalt schaffe man auf jeden Fall. 2020 müssen die Panthers zudem eine professionelle Jugendmannschaft aufbauen.


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