Die barocke Silbermannorgel und ein Alphorn aus der französischen Schweiz in Einklang zu bringen geht normalerweise nicht, weil die Orgel einen Halbton tiefer gestimmt ist und auf dem Alphorn nur 16 Naturtöne zur Verfügung stehen. "Möglich macht das ein 15 Zentimeter langes Zwischenstück, das es nur dreimal auf der Welt gibt und heute Premiere hat", erklärt Profimusikerin Ana Stankovic, die auf dem vier Meter langen Alphorn spielte.

Ana Stankovic und Carmen Jauch (von links) boten den über 400 Zuhörern in der Benediktinerkirche ein eindrucksvolles Klangerlebnis. Bild: Roland Dürrhammer
Ana Stankovic und Carmen Jauch (von links) boten den über 400 Zuhörern in der Benediktinerkirche ein eindrucksvolles Klangerlebnis. Bild: Roland Dürrhammer

Stankovic ist Dozentin an der Musikakademie VS. Zusammen mit Organistin Carmen Jauch, Kantorin an der Alpirsbacher Klosterkirche, gab sie am Samstagvormittag im Rahmen der Konzertreihe "Orgelmusik zur Marktzeit" ein klangvolles Konzert in der Benediktinerkirche, das über 400 begeisterte Zuhörer mit stehenden Ovationen honorierten.

Stehende Ovationen gab es von über 400 Zuhören für Ana Stankovic am Alphorn und Carmen Jauch an der Silbermannorgel. Bild: Roland Dürrhammer
Stehende Ovationen gab es von über 400 Zuhören für Ana Stankovic am Alphorn und Carmen Jauch an der Silbermannorgel. Bild: Roland Dürrhammer
Ana Stankovic erfüllte die Benediktinerkirche mit weichen und getragenen Klängen aus dem Alphorn. Bild: Roland Dürrhammer
Ana Stankovic erfüllte die Benediktinerkirche mit weichen und getragenen Klängen aus dem Alphorn. Bild: Roland Dürrhammer

Es war ein besonderes Erlebnis für die Zuhörer, wie die weichen und getragenen Klänge des Alphorns und das voluminöse Spiel der Silbermannorgel die Benediktinerkirche mit Musik erfüllte. "Ich spiele zum zweiten Mal an der Silbermannorgel und bin begeistert von diesem Instrument", schwärmt Carmen Jauch.

Ana Stankovic spielte am Samstagvormittag auf dem vier Meter langen Alphorn in der Benediktinerkirche. Bild: Roland Dürrhammer
Ana Stankovic spielte am Samstagvormittag auf dem vier Meter langen Alphorn in der Benediktinerkirche. Bild: Roland Dürrhammer

Zwischen den Stücken gab es kaum eine Pause und Jauch wechselte mit einer enormen Geschwindigkeit und Genauigkeit die Registerzüge. Aber wie geht das? Kleine Kreppbandstücke mit Ziffern markiert, klebten auf den Registerzügen, die den einzelnen Stücken zugeordnet waren. "Wir haben zwei Mal in der Kirche geprobt und ich habe mir die Züge so gekennzeichnet", verrät Carmen Jauch ihr kleines Geheimnis.