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Nach der Verunreinigung eines Teils des VS-Trinkwassers wird gerätselt, wer der Verursacher ist. Das ist nach wie vor nicht geklärt. Allerdings fiel auf, dass die erste auffällige Probe am Donnerstag vergangener Woche in der Nähe des Klinikums gefunden wurde. Stammen möglicherweise aus der Einrichtung die unter Umständen krank machenden Keime? Nein, das zumindest können die Stadtwerke ganz klar sagen, betont deren Sprecherin Susanna Schmidt. Die Klinik als sensibler Kunde wurde bei der Nachbeprobung am Hauseingang ebenfalls untersucht, erläutert sie. Die Ergebnisse dieser Proben seien allesamt befundfrei. „Daher können wir ausschließen, dass die Klinik als Verursacher in Frage kommt“, erläutert sie.

Kein Abkochen mehr

Inzwischen hat wie berichtet das Gesundheitsamt die Abkochanordnung in den betroffenen Bereichen des Versorgungsgebiets Villingen-Schwenningen und Dauchingen aufgehoben. Die dritte unauffällige Probe wurde durch das von den Stadtwerken beauftragte Labor am Donnerstag, 24. Oktober vorgelegt. Ein Restrisiko wird derzeit durch die Chlorung minimiert. Erst wenn endgültig die Ursache geklärt sei und abgesehen werden könne, wie hoch die Gefahr durch coliforme Bakterien sei, könne über den Fortbestand der Chlorung entschieden werden.

Politische Entscheidung

Damit rückt natürlich auch die Frage in den Vordergrund, ob das VS-Trinkwasser dauergechlort werden müsse, wie es in weiten Teilen des Landes ohnehin schon der Fall sei. Das sei aber letztendlich eine politische Entscheidung, die der Aufsichtsrat der Stadtwerke treffen müsse, hatte der Versorger diese Woche klar gemacht. Im Aufsichtsrat sitzen acht VS-Stadträte, zwei Vertreter der Thüga AG und sechs Arbeitnehmervertreter.