Vier Rietheimer Bürger brachten am Donnerstagabend in der Sitzung des Ortschaftsrates das zum Ausdruck, was seit der Vollsperrung durch die Baumaßnahme Pfaffenweiler Straße/Oswald-Meder-Straße derzeit im Ort hochkocht. Wegen unzureichender Ausschilderung werden ortsunkundige Autofahrer zur Gefahr für Kinder auf dem Schulweg.

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Viel zu schnell

Die ortsfremden Autofahrer fahren nach Angaben der Bü rger über die Höchtenstraße durch Rietheim. Vor dem Durchfahrtsverbotsschild der alten Villinger Straße wissen viele nicht mehr weiter und irren in Rietheim umher. Ortskundige fahren außerdem rücksichtslos mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Höchtenstraße und missachten das Durchfahrtsverbot für die alte Villinger Straße, klagen die Bürger.

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Die besorgten Rietheimer schilderten eine beispielhafte Szene: Am Mittwoch sei ein 40-Tonner vor der Baustelle beim ehemaligen Grünen Baum gestanden und nicht mehr weitergekommen. „Hier spielen sich wahre Dramen ab und der Verkehr ist lebensgefährlich für Fußgänger und unsere Kinder auf dem Schulweg“, beklagt sich Dagmar Heine. Gelassen in Anbetracht der Klagen blieb Ortsvorsteherin Gudrun Furtwängler, die auf die Zuständigkeit des Bürgeramtes verwies.

Bürger sind ratlos

Ein zweites Ärgernis für die Anwohner der Pfaffenweiler /Oswald-Meder-Straße ist die Müllentsorgung während der Vollsperrung, in der das Müllauto nicht durchfahren kann. Am Freitag sei Biomüll- und am Samstag Restmüllleerung und keiner wisse, wohin mit den Tonnen. Auch hier sei die Ortsverwaltung nicht zuständig und Furtwängler verwies darauf, dass es eine Sache des Stadtbauamtes sei, eine Sammelstelle einzurichten. Man könne die Mülltonnen einfach dorthin zu stellen, wo das Müllauto durchfahre, sagte Furtwängler. Die Bürger zeigten sich ratlos, weil sie nicht ausreichend informiert worden seien und die Ortsverwaltung sich auch nicht für zuständig halte.

Keine Antwort vom Bürgeramt

Ortschaftsrätin Michaela Ummenhofer regte an, dass die Ortsverwaltung nochmals mit den zuständigen Ämtern sprechen solle. „Es ist uferlos, als Privatperson kommt man einfach nicht weiter“, sagt Ummenhofer. Ein Rietheimer Bürger, der namentlich nicht genannt werden wollte, hatte trotz mehrmaligen Erinnerungen keine Antwort vom Bürgeramt bekommen. „Erst als ich dem Oberbürgermeister eine E-Mail geschrieben habe, kam die Antwort.“ Michael Käfer sagt dagegen ganz deutlich Richtung Stadtverwaltung: „Bürgerfreundlichkeit sieht anders aus“.

Ist es am 17. Mai vorbei?

Die Räte waren sich außerdem einig, dass die Beschilderung von Pfaffenweiler kommend unzureichend sei. „Ich bin verwundert, wie hier ausgeschildert wurde – bei 6500 Fahrzeugen, die täglich durch Rietheim fahren“, sagt Ortschaftsrat Martin Heine. Dass schon in Pfaffenweiler großflächig auf die Sperrung hingewiesen werden müsse, forderten auch die Ortschaftsräte Karl Hirt und Bernd Bucher. „Am 17. Mai soll die Vollsperrung wieder aufgehoben werden“, sagte Furtwängler. Dies sei aber inoffiziell.