Zwischen Wiener Walzer, Mozartkugeln und der spannenden Frage, ob die Gleschermumie Ötzi ein Österreicher war, spielt sich das Museumsfest im Franziskanermuseum am Sonntag, 4. November ab. Unter dem Motto „Oh, wie schön ist Austria“ setzt das Museum damit den Startpunkt für eine neue Reihe von Museumsfesten, die sich um verschiedene Länderschwerpunkte drehen. Den Anfang macht die rot-weiß-rote Alpenrepublik. Gleichzeitig findet von 13 bis 18 Uhr der verkaufsoffene Sonntag des Villinger Einzelhandels statt.

Als Villingen noch bei Österreich war

„Wir wollen mit dem Auftaktthema Österreich auch an unsere einstige, vorderösterreichische Zugehörigkeit erinnern“, erklärt Museumsleiterin Anita Auer beim Pressegespräch. Immerhin gehörte Villingen fast 500 Jahre zu den Ländereien der Habsburger Donaumonarchie. Wo die Habsburger in Villingen wirkten, können Interessierte bei einer Stadtführung mit Ortrud Jörg-Fuchs erleben.

Doch nicht nur den historischen Rückblick wird es beim Museumsfest geben. Sondern vor allem ganz viel Gegenwart. Schließlich gehört das Nachbarland zu den beliebtesten Urlaubszielen. Deshalb sollen sich die Besucher beim Museumsfest wie in Österreich fühlen. So wird Wiener Kaffeehauskultur mit musikalischer Untermalung ebenso geboten wie historische österreichische Tänze, die die Tanzgruppe der Historischen Bürgerwehr und Trachtengruppe zeigt.

Österreich ohne Wiener Walzer? Das geht gar nicht. Wer auf dem Tanzparkett unsicher ist, den animiert die Tanzschule Seidel zum mitmachen und zeigt im Walzer-Workshop, wie man sich richtig im Dreivierteltakt dreht.

Spannend, informativ und unterhaltsam gleichermaßen verspricht der Vortrag von Peter Graßmann zu werden. Er befasst sich mit der Frage, ob Ötzi, die in den Ötztaler Alpen gefundene Gletschermumie, ein Österreicher gewesen sein könnte. „Es gibt neue Erkenntnisse über die Herkunft und das Leben des Ötzi“, verrät Graßmann verheißungsvoll. Einen Werkstattbericht über die Restaurierung eines Portraits der Habsburger Fürstin Maria Theresia werden Michael Hütt und Restauratorin Ina Sahl geben.

Tracht und Dirndl gerne gesehen

„Die Besucher dürfen natürlich gerne in Tracht und Dirndl gekleidet auf das Museumfest kommen“, animiert Anita Auer, die zum Pressegespräch ebenso wie ihre Mitstreiter passend gekleidet erschien. Und wenn die Gruppe „Sissis“ Erben bei einer Modenschau Mode aus der Zeit von Kaiserin Elisabeth (Sissi) von Österreich präsentieren, dürfte die Illusion Österreich für einen Tag nach Villingen zu holen, nahezu vollkommen sein.

Nicht nur historisch, auch kulinarisch wird Österreich beim Museumsfest erlebbar sein. Das Café Hilsenbeck wird österreichische Spezialitäten wie Mozartkugeln, Sachertorte und Ribiselkipferl vor Ort fertigproduzieren. Und schließlich können die Besucher sich bei einer Kutsch- beziehungsweise Fiakerfahrt durch die Villinger Innenstadt fast wie in Wien fühlen.

Auch eine reichhaltige Tombola wird verlost. Gerhard Ächtner vom Freundeskreis Städtische Museen hat zahlreiche Preise der Villinger Händler zusammengetragen. Hauptpreis ist eine Reise für zwei Personen zu den Preußen nach Berlin, zur Verfügung gestellt vom Bundespresseamt und vermittelt vom FDP-Bundestagabgeordneten Marcel Klinge.

Parallel zum Museumsfest findet der verkaufsoffene Sonntag des Villinger Einzelhandels statt. Rainer Böck vom Gewerbeverband Oberzentrum GVO macht Appetit auf einen ausgiebigen Einkaufsbummel durch die Villinger Geschäfte in der Innenstadt und in den Außenbereichen wie Neuer Markt. „Die Händler präsentieren aktuelle Herbst- und Wintermode.“

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