Unabhängig vom sich aktuell zuspitzenden Wahlkampf ist es sinnvoll, auch in Villingen-Schwenningen den Klimanotstand auszurufen: Nicht, weil es der Stadt ein bundesweites Pressecho beschert oder weil solch eine Positionierung gerade „in“ ist, sondern weil es tatsächlich zweckmäßig ist, wenn Entscheidungsträger wissen, welche Folgen ihr Handeln für das Klima hat. Wenn dies in technisch hoch entwickelten Staaten wie Deutschland oder Gewinnerregionen wie derjenigen, in der VS liegt, nicht gelingt, funktioniert es nirgendwo. Es wäre auch eine gute Möglichkeit, die Forderungen, die die Fridays-For-Future-Bewegung aufstellt, in die zukünftige Stadtpolitik einzubeziehen. Die vielen Schüler, die für eine lebenswerte Zukunft demonstrieren, sind ein Potenzial, dem sich die Stadt nicht verschließen sollte. Ihre Einbindung durch solche Aktionen ist eine Chance, die sich die Verwaltung nicht entgehen lassen darf.