Albert Simon, der zweite Vorsitzende des Vereins ist überzeugt, dass sich diese Investition lohnen wird und das Heidenschlössle künftig erheblich stärker gebucht wird.

  • Seit 1950 gepachtet: Viele Villinger kennen die schön gelegene Hütte, die zwischen Brend und Martinskapelle auf 1050 Meter Höhe hoch über Furtwangen mit Blick zur Katharinenhöhe und über die bewaldeten Höhen und Täler des mittleren Schwarzwaldes gelegen ist. Denn bereits seit 1950 hat der Skiclub das Häuschen gepachtet, renoviert und als Vereins-Refugium genutzt. In den 50er- und 60er-Jahren haben die Villinger Skisportler im Winter am Hang unterhalb der Hütte ihre Vereinsmeisterschaften, aber auch einige Bezirksmeisterschaften durchgeführt. Einen Skilift gab es damals nicht, die Skisportler mussten mit den Skiern eine Piste treten und nach der Abfahrt wieder nach oben laufen.
  • Gruppenhaus: Diese Zeiten sind längst vorbei. Die einstige Abfahrtspiste ist heute bewaldet. Genutzt wird die das Skiclub-Refugium aber nach wie vor als Wochenend- oder Ferienhaus von Familien, Jugendlichen, Vereinen und Gruppen aller Art für Freizeit, Sport, Erholung und Feiern. Das Häuschen ist für wenig Geld vom Skiclub zu mieten. Allerdings ist die Ausstattung inzwischen sehr in die Jahre gekommen. Der Verein mit seinen 750 Mitgliedern hat sich daher entschlossen, den Komfortstandard deutlich anzuheben.
  • Neuer Außenbereich: Inzwischen sind die Sanierungsarbeiten nach rund Wochen abgeschlossen und das Ergebniss kann sich sehen lassen. Im Außenbereich wurde ein großer Vorplatz neu angelegt. Damit können nun endlich auch größere Personengruppen direkt vor der Hütte gemütlich zusammensitzen und die Geselligkeit pflegen. Außerdem wurde auf dem Vorplatz eine Zisterne angelegt, so dass die Hütte nun über eine ausreichende eigene Wasserversorgung verfügt. Errichtet wurde auch ein neuer Brunnen mit Kühlhäusle. Nach dem in der Hütte ein Boiler eingebaut wurde, gibt es fließend kaltes und warmes Wasser im Heidenschlössle. Davon profitiert nicht nur die Küche, sondern auch die jene Gäste, die gerne duschen wollen. Jetzt verfügt die Hütte über eine neu Duschen mit kaltem und warmem Wasser. Der Sanitärbereich wurde insgesamt erneuert.
  • Mehr Komfort: Außerdem hat der Skiclub alle 25 Schlafplätze mit neuen Matrazen ausgestattet und dem Aufenthaltsraum mit dem Kachelofen einen neuen Holzboden spendiert. Die Modernisierung wäre natürlich nicht ohne Fachleute aus den Reihen des Skiclubs möglich gewesen. Die Ausführung der Außenanlage lag in den bewährten Händen von Hannes Thieringer vom gleichnamigen Gartenbauunternehmen aus Obereschach, die Ausführung der Sanitärarbeiten übernahm Steffen Knöbel, der in Königsfeld einen Gas-Wasser-Installationsbetrieb führt. Im Haus wurden viele aufwändige Erneuerungen durch die Hüttenwarte Harald Feldmeier und Karl Kappel ausgeführt.
  • Neues Buchungssystem: Albert Simon, der zweite Vorsitzende, geht davon aus, dass diese Modernisierung der Nutzung des Hauses einen nachhaltigen Schub geben werden. "Wir wollen zwar kein Hotel, aber mehr zeitgemäßen Komfort anbieten." In diesem Kontext soll die Hütte auch ein transparenteres Buchungssystem, so wie beim Skiclub-Haus im Montafon, auf der Internetseite des Vereins bekommen. Dort kann künftig jeder Interessent nachschauen, wann die Hütte verfügbar ist.
  • Hüttenfest: Gelegenheit, das runderneuerte Heidenschlössle zu besichtigen, haben alle Interessenten am bevorstehenden Hüttenfest des Skiclubs. Es findet am Sonntag, 4. September, statt. Beginn ist um 11 Uhr mit dem Frühschoppen. Für die Kinder gibt es ab 14 Uhr Programm.

Das Heidenschlössle

Das Häuschen zwischen Brend und Martinskapelle bei Furtwangen wurde 1663 erbaut. Vor dieser Zeit bestand bereits eine Viehhütte an dieser Stelle. Der Name „Heidenschlössle“ leitet sich im ersten Teil von der Gewannbezeichnung Heidenbühl her. Der zweite Teil war wohl wegen der bescheidenen Größe und Bedeutung des Anwesens eher geringschätzig gemeint im Gegensatz zu dem sagenhaften Heidenschloss, das zwischen Reinerhof und Kolmenhof gestanden haben soll und das Wappen der Stadt Furtwangen ziert. Funde im Bereich lassen eine Besiedlung dieser Höhenlage bis in keltische Zeit erkennen. 1950 hat der Skiclub Villingen durch günstige Umstände das Haus gepachtet, renoviert und seither als Vereinshütte genutzt. (est)