„Lust am Wandern“ ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Landratsamt, vom Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport der Stadt und den örtlichen Wandervereinen. Es ist ein Angebot für Menschen, die Freude an der Bewegung haben und auch für jene, die altersbedingte Beeinträchtigungen haben. „Die reine Gehzeit beträgt maximal drei Stunden und wir machen so viel Pausen, wie nötig sind“, sagt Wanderführerin Ursula Rosenstiel vom schwäbischen Alpverein.

Rosenstiel führte jetzt die Teilnehmer vom Villinger Bahnhof über die Bertholdshöfe zum Zollhaus. Mit sieben Wandereren wurden die siebeneinhalb Kilometer angegangen. 20 Teilnehmer habe man schon gehabt, sagt Anna Stier vom städtischen Amt.

Vom Bahnhof aus führte die Tour über die Schneckenbrücke an den Skulpturen des Landratsamtes vorbei in Richtung Aussichtsturm. „30 Meter ist der Turm hoch, wurde 1888 gebaut und erfuhr 2001 eine Sanierung durch die Aktion rettet den Aussichtsturm“, erzählt Rosenstiel. Zwei Wanderer wagten den Aufstieg.

Nicht das Gasthaus "Hölzlekönig" war das nächste Ziel, sondern eine Weggabelung im Wald an der Gemarkungsgrenze zwischen Villingen und Schwenningen, an der einst die Riesentanne Hölzlekönig stand. Zwei Stürme, 1876 und 1915, setzten der einst größten Weißtanne Deutschlands so zu, dass 1940 ihr endgültiges Ende kam. Auf dem Ostweg durch lichten Wald ging es zum Wildgehege. Wildschweine, Hirsche und Rehe nahmen keine Notiz von den Wanderern, sondern lagen regungslos in der Sonne. Für machen war es so schwer zu erkennen, ob es ein Wildschwein oder ein großer Stein war.

Aus dem Waldgebiet Kugelmoos hinaus führte der Weg unter der Bahnlinie hindurch in Richtung Zollhaus. Nach einer gemütlichen Pause im Café Hildebrand ging es mit dem Ringzug zurück nach Villingen. Am Schluß bekam Rosenstiel einen kräftigen Applaus für eine kurzweilige und interessante Wanderung in einem gemütlichen Tempo. Sie wies zum Abschuss noch auf die präventive Wirkung der Bewegung bei Demenzerkrankungen hin.