Aufgrund massiver Anfragen von Anliegern und aus den Reihen des Gemeinderates bezüglich der Sanierung der Sebastian-Kneipp-Straße hat Baubürgermeister Detlev Bührer die Beschlussvorlage zur Sanierung im Technischen Ausschuss vorgelegt. "Es geht darum, ob die Sanierung vorgezogen wird, oder man die Klassifizierung an Hand der noch zu erstellenden Prioritätenliste abwartet", so Bührer in seiner Begründung.

Die Sebastian-Kneipp-Straße ist durch die Sanierung der Waldstraße stark verkehrsbelastet und weist erhebliche Schäden auf. Aufgrund des überwiegend mangelhaften Straßenzustandes und der zahlreichen Flickstellen wurde schon die Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzt. Mit einer längeren Bauzeit sei zu rechnen, hieß es von Verwaltungsseite, weil sich die Straße in historischen Auffüllungen an der Brigach befinde und mit Schadstoffen im Untergrund zu rechnen sei. Es bestehe Kampfmittelverdacht, was eine sensible Bautätigkeit erforderlich macht.

"Die Sebastian-Kneipp-Straße ist die schlimmste Straße in Villingen-Schwenningen und für Fahrradfahrer ein Gefahrenherd", so Stadtrat Dietmar Wildi. Er plädierte für keinen Schnellschuss, sondern die Stadt solle mit wenig Mitteln Abhilfe schaffen und erst einmal die Deckschicht sanieren.

Auch Stadtrat Ernst Reiser tat sich damit schwer, die Straße bevorzugt zu behandeln. Die Kosten einer Sanierung fehlen und durch die Goldenbühlstraße und nach dem Ende der Sanierung der Waldstraße würden zwei Hauptverkehrsadern zur Entlastung beitragen. "Wo ist die Not am größten und wo ist die Notwendigkeit am wichtigsten", gab Reiser zu bedenken.

Ulf Millauer, Amtsleiter von Amt für Gebäudewirtschaft, Stadtgrün und Altlasten, gab bekannt, dass die Waldstraße im August 2019 fertig sei. Bührer sprach sich für kurze Hilfsmaßnahmen für die Sebastian-Kneipp-Straße aus. Der Technische Ausschuss beschloss schließlich, die Sebastian-Kneipp-Straße im Rahmen der allgemeinen Straßenuntersuchungen zu bewerten und nach der Prioritätsliste in Abwägung zu anderen Straßen zu sanieren.