Villingen-Schwenningen – Der Politikwissenschaftler Ulrich Eith gastiert auf der SÜDKURIER-Bühne beim VS-Forum. Am Donnerstag, 14. September, kommt es dabei im Theater am Ring zur einer echten Premiere. Erstmalig tritt beim VS-Forum ein echter Villinger an.

Ulrich Eith ist am Rande der Erbsenlachen aufgewachsen. Sein Abitur baute er am Hoptbühl-Gymnasium. Sein Elternhaus ermöglichte ihm auch eine musikalische Ausbildung. Deshalb ist Ulrich Eith im Schwarzwald-Baar-Kreis alles andere als ein Unbekannter. Als Saxofonspieler kennt er so gut wie jede Bühne der Region, bekannt wurde er mit der Gruppe Abakus, die in den achtziger Jahren eine feste Größe war, wenn es um Rock, Jazz und Blues ging.

Heute ist Eith landesweit bekannt. Seit Jahren analysiert er für den Fernsehsender Südwest 3 Landtags- und Bundestagswahlen. Das Studium der Politikwissenschaft, der Mathematik und der Soziologie leistete er in Freiburg ab. Dort folgten 1995 die Promotion und 2002 die Habilitation in Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg.

Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre umfassen das politische System Deutschlands im internationalen Vergleich, die Wahl-, Parteien- und Einstellungsforschung, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus, den europäischen Integrationsprozess sowie Demokratie- und Wissenschaftstheorien.

Seit 2007 ist der ausgebildete Skilehrer und Saxofonmusiker Professor für Politikwissenschaft an der Universität Freiburg, seit 2008 leitet er als Direktor das Studienhaus Wiesneck, Institut für politische Bildung Baden-Württemberg e.V. in Buchenbach bei Freiburg, eine Einrichtung zur politischen Bildung von Jugendlichen. 2011 hat er einen Ruf an die Universität Göttingen abgelehnt.

Er wirkt darüber hinaus als Fachgutachter und Politikberater für Regierungen und Parlamente, Parteien, Verwaltungen und Stiftungen sowie als wissenschaftlicher Kommentator.

Kippt die offene Gesellschaft? So lautet Eiths Vortragsthema in seiner Heimatstadt. Globalisierung, Klimawandel, Terror und Flüchtlingsbewegungen sowie der unberechenbare Regierungsstil des US-Präsidenten Donald Trump werden von vielen Menschen als bedrohlich empfunden. Staaten reagieren mit Abschottung und Rechtsextreme fischen in diesen trüben Gewässern. Während der Wahn des Nationalen eine Renaissance erlebt, stehen Werte wie die Meinungsäußerung, die Religionsfreiheit, der Freihandel und auch der Weltfrieden zur Disposition. Gibt es am Wahlsonntag, den 24. September eine Krise der Demokratie zu bilanzieren, oder verleihen die Bürger dieses Landes ihren Repräsentanten eine neue Stärke und einen klaren Richtungsauftrag?

Der Stellvertretende Chefredakteur des SÜDKURIER, Torsten Geiling, und der Leiter der politischen Redaktion des SÜDKURIER, Dieter Löffler, werden im Anschluss des Vortrags mit Ulrich Eith auf der Bühne diskutieren: Wie sind die Perspektiven für unsere Gesellschaft, wo lauern die Gefahren und wie können Lösungswege aussehen.

Kostenlos dabei

Anmeldungen zur Veranstaltung sind auf zwei Wegen bequem möglich: Auf der Internetseite unseres Medienhauses unter https://forum.suedkurier.de/villingen oder einfach telefonisch und gebührenfrei unter 0800-880-8000. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs angenommen.