Bereits zum 24. Mal fand die Fasnet-Button-Aktion des Polizeireviers Villingen statt. Was einmal klein angefangen hat, hat sich nach und nach entwickelt und die Buttons zu beliebten Sammelobjekten gemacht. „Anfangs waren die 100 Buttons nur hausintern für die einzelnen Schichten vorgesehen, weckten aber immer mehr das Interesse in der Bevölkerung“, erinnert sich Revierleiter Thomas Barth. Wenn bekannt wird, dass die Buttons in Umlauf kommen, stehen die Leute jetzt schon vor dem Polizeirevier, um sie zu kaufen, und der eine oder andere Button wurde schon nach Hamburg und Berlin versendet.

Das könnte Sie auch interessieren

„Dieses Jahr haben wir 500 Buttons in Villingen und 100 in Schwenningen verkauft, die wir alle selber mit einer Buttonmaschine hergestellt haben“, sagt Ralf Eisele. Drei Euro kostete das Stück, dieses Jahr sind so stolze 3755 Euro zusammengekommen. Da kann etwas nicht stimmen, wenn man genau nachrechnet. „Es ist bekannt, dass der Erlös immer einem guten Zweck zugeführt wird, und da zahlt so mancher schon mal 50 Euro für einen Button und wir sagen auch, dass es bei drei Euro losgeht“, freut sich Volker Schurr über das große Interesse. Und überhaupt: Scheine lassen sich auch besser tragen als Münzen, sagt Schurr schmunzelnd.

Oft dramatische Arbeitsunfälle

Dieses Jahr konnte der Erlös an die Forstwaisenhilfe Baden-Württemberg übergeben werden. „Wir suchen immer Projekte aus, die einen Bezug zu unserem Arbeitsalltag haben, und dabei sind wir nach einem tragischen Arbeitsunfall, bei dem ein Forstarbeiter im Triberger Forst ums Leben gekommen ist, auf die Forstwaisenhilfe gestoßen“, sagt Barth. An drei Fälle für Kinder verstorbener Forstmitarbeiter aus der Region ginge dieses Jahr der Erlös aus der Button-Aktion.

Viele Spender helfen

„Die Forstwaisenhilfe unterstützt derzeit 30 Familien mit 50 Kindern in Baden-Württemberg, oft über Jahre hinweg, bis die Kinder die Ausbildung abgeschlossen haben“, sagt Daniel Lorek, der in Kürze das Amt des Kassierers im Forstwaisenverein übernimmt. Wenn etwas im Forst passiere, dann ende dies meistens dramatisch, so Lorek. „Der Verein lebt von Spenden, die aus Christbaumverkäufen, Hochzeiten oder Geburtstagen stammen, und diese werden eins zu eins an die betroffenen Familien weitergeleitet“, bestätigt Lorek, der sich über die große Spende der Polizei sehr dankbar zeigte.

Im nächsten Jahr die 25. Auflage

Wie geht es mit dem Fasnet-Button weiter? „Nächstes Jahr kommt die silberne Auflage, wie immer gezeichnet von Ralph Barmes. Ob wir danach weitermachen, ist noch offen“, sagt Eisele.