Offenbar versucht die Stadt gemeinsam mit der Post eine Lösung zu finden, wie die Filiale doch noch in der Nähe des Bahnhofs erhalten bleiben kann. Wirtschaftsförderin Beate Behrens sagte am Mittwochabend im Kultur- und Verwaltungsausschuss auf eine entsprechende Anfrage von Freie-Wähler-Stadtrat Berthold Ummenhofer: "Wir sind mit dem Makler der Post in Kontakt und halten auch selbst die Augen offen. Wir versuchen, so schnell wie möglich eine Lösung zu finden."

Einfach wird es nicht. Das weiß auch Behrens. "Sonst hätte man schon lange etwas gefunden." Seit vor gut einem Jahr bekannt wurde, dass der Landkreis das Gebäude kauft, in dem die Post bislang untergebracht ist, wird nach einer neuen Lösung gesucht. Bislang konnte jedoch noch kein passendes Objekt gefunden werden. "Zaubern können wir nicht", sagt Behrens. "Die Flächen, die auf die Anforderungen der Post zutreffen würden, auch was Parkplätze angeht, sind nun mal begrenzt."

Dennoch ist Behrens optimistisch: "Eine Lösung", sagt sie, "soll im Umkreis von einem Kilometer um den Bahnhof gefunden werden." So jedenfalls hat es die Post ihr gegenüber geäußert. Welche Flächen das sein könnten, das weiß Behrens nicht. "Ich kenne nicht alle Flächen, die es gibt." Was sie kennt, ist der Anforderungskatalog der Post. "Wir wissen", sagt sie, "welche Kriterien für die Post bei einem neuen Gebäude erfüllt sein müssen." In diese Richtung hält sie auch selbst die Augen offen.

Vor gut einem Jahr hat die Kreisverwaltung das Gebäude an der Bahnhofsstraße – in dem die Postfiliale im unteren Stock untergebracht ist – gekauft. Dort sollen nach einem Umbau rund 100 Mitarbeiter des Landratsamts aus mehreren Außenstellen untergebracht werden. Die Post hätte dann in dem Gebäude bleiben können, wenn die Kreisverwaltung das Haus um ein weiteres Geschoss aufgestockt hätte. Ein entsprechender Vorschlag hatte vorgelegen, die Post hatte diesen am Ende wohl aus Kostengründen abgelehnt.