Damit konnten die Personalverantwortlichen der Stadt bei den Haushaltsberatungen im Verwaltungsausschuss einen unerwarteten Triumph feiern. Von den 78,5 zusätzlichen Stellen, die der städtische Personalchef Joachim Wöhrle vom Gemeinderat für die städtischen Ämter beantragt, lehnte der Ausschuss nur zwei Stellen ab. Dies, obwohl Vertreter von CDU, Freien Wählern und die FDP angesichts der prekären Finanzlage der Stadt eine deutliche Begrenzung des Personalaufwuchses gefordert hatten. Den dieser kostet den Steuerzahler 4,3 Millionen Euro im Jahr.

Wöhrle machte den Stadträten aber plausibel, dass die Verwaltung schon intern ausgesiebt habe und vom Gemeinderat nur das Notwendigste beantrage. Bei den meisten Stellen (31,5) handelt es sich um Erzieherinnen, die für den von allen gewünschten Ausbau der Kinderbetreuung in VS benötigt werden. Andere Personalstellen seien nötig, um Zusatzbelastungen von Mitarbeitern entgegenzuwirken. Andere Stellen seien durch gesetzliche oder politische Vorgaben vorgeschrieben oder durch Zuschüsse von Dritten finanziert. Wieder andere werden zur Schaffung neuer Aufgaben benötigt. Acht weitere Stellen sollen zur Verbesserung von Sicherheit und Ordnung (“Stadtsheriffs“) eingestellt werden. Hier erklärte der zuständige Amtsleiter Ralf Glück, dass auch diese Stellen im Prinzip finanziert seien. Denn mehr Personal bedeute mehr Einnahmen von Bußgeldern.

Die Stadträte taten sich schwer gegen diese Argumentation anzugehen, obwohl Klaus Martin (CDU) zunächst gefordert hatte, auf der Hälfte der Stellen – mit Ausnahme der Erzieherinnen – zu verzichten. Doch bei der Abstimmung gab es mit wechselnden Mehrheiten für fast jede Stelle Zustimmung, nur zwei wurden abgelehnt. Allerdings ist das Stellenpaket damit noch nicht endgültig beschlossen. Das letzte Wort spricht am 29. Januar der Gemeinderat.