In Rietheim sei „das reinste Chaos“ eingekehrt, empörte sich Ortsvorsteherin und CDU-Gemeinderätin Gudrun Furtwängler im Technischen Ausschuss. Ihre Schuld sei das nicht. Sie habe im Vorfeld Verbesserungsvorschläge gemacht, die vom Bürgeramt abgelehnt worden seien. Weil zwei wichtige Straßen aktuell erneuert werden, die Ortsdurchfahrt gesperrt ist, und die Rietheimer selbst einen langen Umweg über Pfaffenweiler in Kauf nehmen müssen, um in die Villinger Südstadt zum Einkaufen zu gelangen, gehen in dem kleinen VS-Stadtbezirk die Wogen hoch.

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Autofahrer mit KN- und TUT-Kennzeichen sowie Lastwagen stranden in Rietheim. Der Grund laut Furtwängler: Die Umleitungsbeschilderung sei nicht glücklich. Schon in Pfaffenweiler sollte laut Vorschlag der Ortsvorsteherin ein großes Schild signalisieren, dass die Durchfahrt gesperrt sei, was nicht der Fall ist. Viele Auswärtige, die ein Navi nutzen, wüssten gar nicht, dass sie durch Rietheim fahren, entgegnete Baubürgermeister Detlev Bührer.

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Dass sogar LKWs die Strecke zu nutzen versuchen, sei extrem ärgerlich. Die Rietheimer selbst müssen über Pfaffenweiler nach Villingen. Den Vorschlag von Furtwängler, dass die Rietheimer als Anlieger die Alte Villinger Straße nutzen dürfen, entsprach die Stadtverwaltung nicht. Furtwängler könne dies nicht nachvollziehen. Die Verbindung sei doch in gutem Zustand. Doch aus Sicherheitsgründen können dort derzeit nur Linienbusse, landwirtschaftliche Fahrzeuge und Radler verkehren.

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Der kommunale Ordnungsdienst kontrollierte dies am Montag, was laut Bührer zu beleidigenden Protesten führte: Die Mitarbeiter der Stadt seien per Mail als „Raubritter und Wegelagerer“ angegriffen worden. Nächste Woche sollen laut Plan die zwei Straßen nun asphaltiert werden, dann könne übernächste Woche die Umleitung und Sperrung wieder aufgehoben werden.