Beim verkaufsoffenen Sonntag Ende März konnte man sie bei der Kinderolympiade kennenlernen: die Rettungshundestaffel Villingen-Schwenningen. Bei der Kinderolympiade galt es, Fragen rund um den Rettungshund richtig zu beantworten, und auch schon früher war die Gruppe in der Villinger Innenstadt mit Aktionen zugange.

Viele wissen kaum etwas von der Arbeit der Freiwilligen des doppelstädtischen Roten Kreuzes und ihrer vierbeinigen Assistenten, und was diese eigentlich leisten. Durchschnittlich 20 Einsätze pro Jahr verzeichnen sie. Das mag auf den ersten Blick nicht nach allzuviel klingen, doch ist zu bedenken, dass es sich bei den Rettern um Ehrenamtliche handelt, die stets in Bereitschaft sind.

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Um die stetige Einsatzfähigkeit aufrechtzuerhalten, trainiert die Rettungshundestaffel VS ganze 500 Stunden im Jahr. Eingesetzt wird die Rettungshundestaffel bei der Suche nach Vermissten, beispielweise nach älteren, verwirrten oder kranken Personen, Kindern, die nicht nach Hause kommen, suizidgefährdeten Personen oder nicht auffindbaren Opfern von Verkehrsunfällen.

Jeder Rettungshundeführer muss eine Gruppenausbildung absolvieren. Diese umfasst Erste Hilfe für Mensch und Hund, Sanitätskurse, Kynologie – die Lehre vom Hund – Funk-, Karten- und Kompasskunde sowie Trümmerkunde und Einsatztaktik. Die hauptsächliche Trainingsarbeit von Hund und Hundeführer besteht aus Anzeige- und Flächensuchübungen, Gerätearbeit sowie Übungen zur Aufrechterhaltung des Gehorsam.

Zwar durchkämmen die Hundestaffelmitglieder die Suchgebiete zu Fuß, doch benötigen auch sie Fahrzeuge, um in die Nähe dieser Areale zu gelangen. Dazu nutzt die Rettungshundestaffel derzeit ein 13 Jahre altes Fahrzeug, das bereits deutliche Gebrauchs- und Verschleißspuren zeigt.

„Um weiterhin einen sicheren und schnellen Transport der Rettungshunde und ihrer Hundeführer zu Personensucheinsätzen zu gewährleisten, planen wir die mittelfristige Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges mit entsprechender Sonderausstattung“, sagt Carmen Konrad, Staffelleitung der DRK-Rettungshundestaffel.

Die Finanzierung eines solchen Fahrzeugs mit Ausrüstung wie zum Beispiel Hundetransportboxen, Klimaanlage, Standheizung oder Funksprechgeräten, soll durch Spenden und die Teilnahme am Vereinswettbewerb erfolgen. Ein Einsatzfahrzeug sei eine wesentliche Voraussetzung, um die Einsätze leisten zu können. Das neue Fahrzeug soll die Einsatzfähigkeit für die nächsten 15 bis 20 Jahre sicherstellen.