Jetzt beginnt sie wieder, die Ferienzeit: Ostern und Pfingsten stehen vor der Tür; inzwischen für viele die Hauptreisezeit geworden. Aber wohin reisen die Doppelstädter noch in Zeiten, in denen sich Anschlagsmeldungen in den Nachrichten und Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes aus ehemals beliebten Urlaubszielen wie der Türkei oder Ägypten häufen? Ein Streifzug durch die Reisebüros der Innenstadt und die Frage: Wohin geht es für die Villinger und worauf achten sie bei der Wahl ihres Urlaubortes?

  • Klaus Sigwart ist 64 Jahre alt und ist der Inhaber des gleichnamigen Reisebüros in der Villinger Rietsraße. Seine Begrüßung ist herzlich und auf die Frage, in welchen Ferien bei ihm die meisten Urlaube gebucht werden, hat er eine schnelle Antwort parat: die Pfingstferien stünden bei ihm ganz oben auf seiner Liste. „Sogar mehr als die Sommerferien“, sagt er. Seit dem vergangenen Jahr seien aber vor allem die Reisezahlen in den Osterferien angestiegen. Was die Terrorgefahr in bestimmten Ländern angeht, meinte er ganz persönlich: „Es existiert überall die Gefahr von Terror, das hält mich nicht von meinem Urlaub ab.“ Das sehen inzwischen wohl auch die Kunden so. Zumindest Einige. Auf die Reisen in vermeintlich gefährliche Länder wie die Türkei und Ägypten angesprochen, sagt Karen Leuchter von Reisebüro Tui: „Die Leute achten immer noch darauf, aber nicht mehr so stark wie vor drei Jahren.“ Was die beliebtesten Reiseziele angeht, die sind in den vergangenen Jahren sowohl beim Reisebüro Tui, als auch bei L’Tour Last Minute, vor allem Spanien, Kroatien und Griechenland.
    Klaus Sigwart
    Klaus Sigwart
  • Cheyenne Hamburger ist 20 Jahre alt, kommt aus Schwenningen und antwortete auf die Frage, welche Ferien sie als Reisezeit bevorzuge: „Ich reise in den Osterferien und vermeide dabei bewusst die Terrorländer, da das Risiko zu hoch ist.“
    Cheyenne <sup></sup>Hamburger
    Cheyenne Hamburger
  • Regula Krähenbühl und Mario Kehle kommen aus der Schweiz und schlendern gerade durch die Villinger-Innenstadt. Angesprochen auf die Frage nach dem Urlaub, sagen Sie:„Wir wollten eigentlich nach London, doch als wir von einem Terroranschlag dort erfuhren, änderten wir unsere Meinung und suchen nun ein neues und hoffentlich sicheres Reiseziel.“
    Mario Kehle und<sup></sup>Regula Krähenbühl
    Mario Kehle undRegula Krähenbühl
  • Edeltraut Rösch wohnt in Villingen, ist 52 Jahre alt und sagt: „Ich verreise meistens in den Pfingstferien mit meiner Familie, weil es dort am billigsten ist. Ich bin mit meiner Familie meistens in Deutschland unterwegs, am liebsten fahren wir an die Ostsee.“
    Edeltraut Rösch
    Edeltraut Rösch
  • Margit Engesser ist mit ihrer Enkelin Lara in der Fußgängerzone unterwegs – und das ist darum bemerkenswert, das diese gleichzeitig auch der Grund ist, warum Margit Engesser in den Osterferien nicht verreist: "Ostern bleiben wir da, da kommen die Enkelkinder, die wollen ja schließlich den Osterhasen suchen." Ende Mai, also zwischen Ostern und Pfingsten, fahre sie dann aber auch weg. Dieses Jahr ins Zillertal.
    Margit Engesser und Enkelin Lara
    Margit Engesser und Enkelin Lara
  • Peter Blessing bleibt über Ostern in Villingen. "Es liegt nichts Besonderes an", sagt er. Und: "In Villingen ist es auch schön, man muss nicht immer weit weg fahren." Zieht es ihn doch mal in die Ferne, dann fährt er am liebsten nach Italien.
    Peter Blessing
    Peter Blessing
  • Bettina Fischer-Lohr kommt aus Überauchen und ist die Betreiberin einer Hundeschule in Brigachtal. Urlaube gibt es für sie daher meist nur mit Hund. Und über Ostern vor allem in der Region. "Wir, mein Mann, die Hunde und ich, machen Ausflüge in der Nähe." Sie fahren an den Bodensee, in die Region um Überlingen zum Wandern oder an den Schluchsee und nach St. Blasien. "Wir treffen uns sicher auch ein paar Mal mit den Hundefreunden unserer Hundeschule."
    Bettina Fischer-Lohr
    Bettina Fischer-Lohr
  • Petra Bendisch hat sich noch nicht endgültig entschieden, wohin die Reise in diesem Jahr gehen soll. "Entweder Allgäu, Südtirol oder Kroatien. Es ist noch ein bisschen ein Fragezeichen", sagt die Bad Dürrheimerin.
    Petra Bendisch
    Petra Bendisch