Es war ein Höhepunkt für Technikfreaks, aber auch geschichtlich interessierte Besucher kamen auf ihre Kosten. Das Schwenninger Uhren- und Industriemuseum hatte zur Museumsnacht eingeladen und viele Gäste waren am Samstag dieser Einladung gerne gefolgt.

Das könnte Sie auch interessieren
Das könnte Sie auch interessieren

„Ich bin sehr zufrieden mit der tollen Resonanz, die wir mit unserem Angebot erzeugen konnten“, freut sich Museumsleiter Michael Hütt. Das Interesse insbesondere an den Kurzführungen durch die Ausstellungen war groß.

In den Führungen mit Michael Hütt, Ralf Ketterer und Yannick Philipzig erfuhren die Besucher, dass die von Johannes Bürk entwickelte Zeitkontrolluhr bereits damals in großer Stückzahl auch in andere Länder exportiert wurde.
In den Führungen mit Michael Hütt, Ralf Ketterer und Yannick Philipzig erfuhren die Besucher, dass die von Johannes Bürk entwickelte Zeitkontrolluhr bereits damals in großer Stückzahl auch in andere Länder exportiert wurde.

Aber man feierte an diesem besonderen Museumstag nicht nur das 25-jährige Bestehen des Museums. Eine Sonderausstellung widmete sich dem Leben und Wirken von Johannes Bürk, der als Begründer des modernen Schwenningen gilt. Dass mit der vom damaligen Ratsschreiber Johannes Bürk entwickelten Wächteruhr, die der Überwachung der Nachtwächter diente, bereits 1855 Pünktlichkeit und Effizienz als zentrale Tugenden in die Industriegesellschaft Einzug hielten, war nicht vielen Besuchern bekannt. In den Führungen – angeboten wurden diese von Michael Hütt, Ralf Ketterer und Yannick Philipzig – erfuhr man, dass die von Johannes Bürk entwickelte Zeitkontrolluhr bereits damals in großer Stückzahl auch in andere Länder exportiert wurde.

Großes Interesse zeigten die Besucher auch an dem Vortrag von Siegfried Heinzmann, der ausführlich in Wort und Bild die Schwenninger Lebenswelten um 1910 beschrieb.
Großes Interesse zeigten die Besucher auch an dem Vortrag von Siegfried Heinzmann, der ausführlich in Wort und Bild die Schwenninger Lebenswelten um 1910 beschrieb.

Großes Interesse zeigten die Besucher auch an dem Vortrag von Siegfried Heinzmann, der ausführlich in Wort und Bild die „Schwenninger Lebenswelten um 1910“ beschrieb. Zeitweise saßen Besucher sogar auf der Wendeltreppe, die hinunter in das Kesselhaus führt.

Wurde bereits damals schon in hohen Stückzahlen hergestellt, die von Johannes Bürk entwickelte Wächteruhr.
Wurde bereits damals schon in hohen Stückzahlen hergestellt, die von Johannes Bürk entwickelte Wächteruhr.

Noch einmal großes Interesse gab es für die Maschinenführungen, in denen Helmut Erchinger diverse Fertigungsmaschinen wie Drehbänke, Fräsmaschinen oder weitere historische Schmuckstücke aus der industriellen Blütezeit Schwenningens erklärte und auch vorführte.

Sie hatten sich extra für die Museumsnacht schick gemacht, Gerhard von Umtrieb mit seinen fantastischen Fluggeräten, Lady Davinia Darlington aus Freiburg und Petra Haller von Sissis Erben.
Sie hatten sich extra für die Museumsnacht schick gemacht, Gerhard von Umtrieb mit seinen fantastischen Fluggeräten, Lady Davinia Darlington aus Freiburg und Petra Haller von Sissis Erben.

Dass man bei der Museumsnacht nicht nur auf Geschichte und Technik gesetzt, sondern zu einer „stimmungsvollen Museumsnacht für alle Sinne“ eingeladen hatte, kam ebenfalls sehr gut an. Musik vom Kenney Enz Duo und leckere Häppchen sorgten für einen Ausgleich zur Technik und die „Grusser‘schen Werke“ aus der Schweiz sorgten mit einer dampfenden, zischenden und darüber hinaus sehr lebendigen Ausstellung für Abwechslung.

Das Programm

Das Schwenninger Uhren- und Industriemuseum wartet zum Jubiläum noch mit weiteren Veranstaltungen auf. An jedem zweiten Sonntag bis Ende Februar 2020 werden öffentliche Führungen angeboten. Am Freitag, 1. November, entführen die beiden Schauspieler Radost Bokel und Jean-Marc Birkholz in die Welt der kleinen Momo.

Am Donnerstag, 7. November, wird eine Podiumsdiskussion zum Thema „Arbeitszeit 4.0“ angeboten. Ein Vortrag von Veronika Pöhnl am Donnerstag ,13. Februar, greift das Thema Datenverarbeitung auf und am 27. Februar referiert Manfred Moliki zum Thema „Mut zur Eigenzeit“.

Informationen und Termine gibt es im Internet oder unter Telefon 07720/822376. (in)