Überraschend legte Bürgeramtsleiter Ralf Glück bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Weilersbach erste Planungen für den lange geforderten Kreisverkehr in der Ortsmitte (Längental, Wilhelm-Becker, Weilenbühl und Zur Zolltafel) vor. Trotz der komplizierten Geländelage mit steiler Steigung und nahezu parallelem Straßenverlauf der Längental- und Wilhelm-Becker-Straße sei ein Kreisel zur Erleichterung der Verkehrssituation und Querungsmöglichkeit für Fußgänger machbar und „wünschenswert“.

Die Erwartungen dämpfend stellte Glück jedoch unmissverständlich klar: „Wann der Kreisverkehr kommt, das kann ich noch nicht sagen.“ Erste Planungen in der kleinen Verkehrskommission sahen zur Entschärfung der Gefahrenlage eine Einspurigkeit für die Längentalstraße vor, eine Zufahrt in den Kreisverkehr sollte nicht möglich sein. Der Vorschlag sorgte jedoch bereits für „Unmut“.

Verkehrsteilnehmer müssten in diesem Fall im oberen Straßenverlauf die Zufahrt zur Wilhelm-Becker-Straße über die Mitteldorfstraße benutzen, was keine nennenswerte Option darstelle.

„Wir sollten daher die bisherige Situation bestehen lassen, jedoch nur versuchsweise“, so Glück. Sollte sich das Gefahrenpotenzial nicht senken, werde die Entscheidung über eine einspurige Längentalstraße erneut diskutiert. Grundsätzlich soll der Kreisel auch als Querungsmöglichkeit für Bürger dienen, daher sollen auch die Wilhelm-Becker- und die Weilenbühlstraße eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 erfahren. In der Längentalstraße und Zur Zolltafel existiert diese bereits. „Wir können von Glück reden, dass an dieser schwierigen Verkehrsstelle noch nichts schwerwiegendes passiert ist“, betonte Glück die Notwendigkeit eines Kreisverkehrs.

Zu Beginn der Ratssitzung vereidigte OB Jürgen Roth Silke Lorke als Ortsvorsteherin. Für Lorke ist es die dritte Amtsperiode. Nach dem tragischen Unfalltod von Rolf Kammerer wurde Lorke 2010 als nicht gewähltes Ratsmitglied und ohne Stimmrecht einstimmig zur Ortsvorsteherin gewählt.