Nicht zurückgeschnittener Baumwuchs sorgte bei der jüngsten Sitzung des Weilersbacher Ortschaftsrates für eine energische Diskussion. Die Grundstraße in östlicher Richtung sei durch wuchernde Baumkronen und hohe Sträucher für landwirtschaftlichen Verkehr kaum mehr zu passieren.

Das in die Fahrbahnmitte ragende Geäst zerkratze die vorbeifahrenden Maschinen. "Auch das Milchauto benutzt die Durchfahrt, da muss was gemacht werden", sagte Ortsvorsteherin Silke Lorke.

Grundstückeigentümer seien eigentlich verpflichtet, das Geäst bis zu einer Höhe von vier Metern zurückzuschneiden. Bereits vor zwei Jahren mussten die Eigentümer mit Nachdruck zum Handeln bewegt werden.

Landwirt Bruno Wiehl brachte eigens eine Aufnahme seines Traktors bei der Durchfahrt mit, insbesondere bei Schneefall neigen sich Baumwipfel und Geäst durch die zusätzliche Last verstärkt in den Verkehrsraum. "Man hat auch keinen halben Meter Platz, falls ein Fußgänger entgegenkommt. Einer müsste sich zurückziehen", so Wiehl. Ein die Fahrbahn säumender Erdwall verschärfe die Raumenge zusätzlich.

Lorke beabsichtigt, das Vermessungsamt eine Grenzfeststellung anfertigen zu lassen, um die Zuständigkeit der Grundstückseigentümer zu klären. Ortschaftsrat Wolfgang Butschle monierte zusätzlich, dass auch der Gehweg im Hasenwald durch Wildwuchs überwuchert sei.

An der Festwiese auf dem Schlegelberg startet demnächst die seit 2014 beabsichtigte Veredelung mit einem Blühgürtel. Die Maßnahme wird auf dem Ökopunktekonto der Stadt verbucht. Weitere Baumaßnahmen auf dem Gelände sollen durch den Blühgürtel unberührt bleiben, er könnte wieder abgetragen werden.

Der erst 2016 wiedereröffnete Weilersbacher Jugendraum im alten Milchhäusle neben der Ortsverwaltung hat regelmäßig drei bis fünf Besucher. Offenbar zu wenig. Jetzt wird am 13. April ab 17 Uhr zu einem Treffen mit dem Betreuer Harald Körbe und Silke Lorke in den Jugendraum eingeladen, um über die Zukunft des Angebots zu diskutieren.