Drei Tage lang feierte der Fußballclub Weilersbach sein 100-jähriges Bestehen in der Glöckenberghalle.

Beim Festbankett würdigten die Vertreter aus Politik, Verband und Gemeinde, darunter der Bundestagsabgeordnete Marcel Klinge, der Landtagsabgeordnete Karl Rombach und Ortsvorsteherin Silke Lorke die Verdienste der Weilersbacher Fußballer. Dass die erste Mannschaft mit Trainer Nunzio Pastore 2018 in die Bezirksliga aufgestiegen ist, passte genau zum Vereinsjubiläum. „Zuletzt haben wir vor 35 Jahren in der Bezirksliga gespielt“, sagt der Vorsitzende Uwe Reiter, der auf eine lange Durststrecke in der Kreisliga zurückblickte. Er hofft, dass trotz eines Abstiegsplatzes nach der Winterrunde der Klassenerhalt geschafft wird.

Zum Torwandschießen treten der Vorsitzende Uwe Reiter, Daniel Rehnert von den Aktiven, Christoph Langer von der AH, Matthias Andres vom Vorstand und Ortsvorsteherin Silke Lorke (von links) an.
Zum Torwandschießen treten der Vorsitzende Uwe Reiter, Daniel Rehnert von den Aktiven, Christoph Langer von der AH, Matthias Andres vom Vorstand und Ortsvorsteherin Silke Lorke (von links) an. | Bild: Roland Dürrhammer

430 Mitglieder zählt der Verein mit den Abteilungen Fußball, Damen- und Herrengymnastik, Mountainbike und den 45 Dance-Kids. „Was beim FC Weilersbach alles geboten wird, ist eine große Bereicherung für Weilersbach und ich bin stolz darauf, was hier am Festwochenende geleistet wird“, sagte Ortsvorsteherin Silke Lorke, die es sich trotz langer Partynacht am Samstag am Sonntagnachmittag nicht nehmen ließ, beim Torwandschießen mitzumachen. Wer dachte, dass die Partynacht nur für etwas jüngere Gäste war, sah sich im übrigen getäuscht. Ein bunt gemischtes Publikum aus allen Altersklassen war in die Halle gekommen und tanzte ausgelassen.

Der Sonntag war der Familien- und Vereinstag, an dem sich die einzelnen Abteilungen präsentierten. Für zünftige Unterhaltung sorgten die Saustall-Musikanten aus Dauchingen. Mit Dauchingen bildet der FC Weilersbach eine Spielgemeinschaft mit 45 Jugendlichen in den unterschiedlichen Altersklassen.

Alle Veranstaltungen zum 100-Jährigen des FC Weilersbach in der Glöckenberghalle sind gut besucht, so auch der Sonntag als Familien- und Vereinstag.
Alle Veranstaltungen zum 100-Jährigen des FC Weilersbach in der Glöckenberghalle sind gut besucht, so auch der Sonntag als Familien- und Vereinstag. | Bild: Roland Dürrhammer

Für den FC Weilersbach ist es wichtig, schon jetzt mit der Jugendarbeit in die Zukunft zu investieren mit dem treffenden Zitat von Jens Jeremies: „Jugendarbeit, das ist Schnee vom Morgen“. Unterstützt wird die Jugendarbeit durch den Förderverein des FC Weilersbach, der im November 2019 sein 20-jähriges Bestehen feiern kann. Rundum zufrieden zeigte sich der Vorsitzende Uwe Reiter mit dem Jubiläum. Alle Veranstaltungen waren gut besucht und Dank einer guten Vorbereitung der 20 Mitglieder im Festausschuss verlief alles reibungslos.

Eine kleine Gruppe aus Weilersbach begann bereits 1914 in mit dem Fußballspiel. Durch den Ersten Weltkrieg wurde diese Freizeitgestaltung unterbrochen. Nach Ende des Krieges wurde dann im Mai 1919 der Fußball-Club Weilersbach im Nordstetter Hof gegründet. 1920 wurde mit dem damaligen Bürgermeister Schaumann über den heutigen Sportplatz „Auf der Burg“ verhandelt, am 6. Mai 1922 wurde der neue Sportplatz eingeweiht. Erster Vorsitzender des Vereins war Martin Hauser. 100 Jahre später ist Uwe Reiter Vorsitzender von 430 Mitgliedern im Verein. Für seine langjährige Vorstandstätigkeit, darunter zwölf Jahre als Vorsitzender, wurde Reiter beim Festbankett mit der Verbandsehrennadel vom Bezirksvorsitzenden Kuno Kayan geehrt.