Unsichere Zeiten in Pfaffenweiler, ein Schnapszahl-Jubiläum in Weilersbach und Aufregung um einen Rasenmäher in Tannheim. Fasnet isch – auch die Ortsteile stehen am Fasnets-Mentig Kopf.

  • Pfaffenweiler: Was macht man, wenn der Umzug zu kurz erscheint? Man macht aus einem kurzen Umzug viele kleine Umzüge. So geschehen in Pfaffenweiler. Viele Gruppen, ausschließlich aus der Ortschaft, bevölkerten die Umzugsstrecke und verteilten sich gleichmäßig auf einen guten Kilometer: Unter ihnen: der Kirchenchor, die Wolbachrolli, die Katzenmusik, die Trommler und schließlich auch noch die Ordnungskräfte in Gestalt von Batman, Superman, Hellboy plus Anhang. "Ja, in Pfaffenweiler werden die Zeiten auch unsicherer", beteuerte die Gruppe, da brauche man schon eine Dorfmiliz. Während den meisten Gruppen keine Stunde schlug während des Umzugs, weil sie genug Zeit für ein Nachbarschaftsschwätzchen hatten oder einen Umtrunk mit Bekannten am Straßenrand genossen, so beklagte sich der Kirchenchor, weil in Pfaffenweiler nicht mehr alle Stunden schlagen. Von 22 Uhr bis morgens um 6 Uhr habe der Ortschaftsrat beschlossen, die Kirchenglocken abzustellen. "Bei iis isch es jetzt ruhig in der Nacht, weil d`Turmuhr keinen Mucks mehr macht.."
  • Tannheim: Probleme der anderen Art gab es derweil in Tannheim. Die städtische Polizeibehörde verbot einem kleinen Rasentraktor die närrische Umzugsfahrt, da das Fahrzeug nicht narrensicher zugelassen sei. Der Fahrer lies es sich nicht nehmen und lief ohne Fahrzeug mit närrischem Gebrüll dem Umzug hinterher.
    Das sollte jedoch der einzige Wehrmutstropfen sein. Und so schlängelte sich am ein kleiner aber wunderschöner Umzug durch Tannheim; vorbei an ein paar hundert Zuschauern. Die Musikkapelle voraus, dahinter die Garde, der Zunftrat und die Hästräger der Osemalizunft. Bei den Fuß- und Wagengruppen machten die Tannemer Frauen als Feuerwehrwieber den Männern schwere Konkurrenz.
  • Weilersbach: Ebenfalls bunt ging es beim „Rum-un-Num Umzug der Epfelschittler anlässlich ihres 22-jährigen Bestehens zu. Viele Narrenzünfte aus Schwenningen, Villingen und aus den umliegenden Nachbargemeinden waren gekommen, um den Willerschbacher Epfelschittlern zum Jubiläum zu gratulieren. Dicht gedrängt standen die vielen Zuschauer bei herrlichem Frühlingswetter an der Umzugsstrecke und jubelte abwechselnd unter anderem den Willerschbacher Bären, den Kindergärten aus Weilersbach und Obereschach, den Schlierbachnarren aus Schabenhausen, den Villinger Brigachplätzle, den Butterfaßhexen aus Schwenningen und den Waldhexen aus Dauchingen zu.

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