Die Schneekristalle funkelten in der Morgensonne mit den Augen der Veranstalter um die Wette. "Besser geht es nicht", fasste der Vorsitzende des Ski-Clubs Villingen, Jochen Menath, zusammen. Beim dritten Auerhahnlauf passte einfach alles. Der rechtzeitige Schneefall und die eiskalten Temperaturen der vergangenen Tage ließen es zu, dass das Forstamt die Neuhäusleloipe bei der Gaststätte Auerhahn perfekt präparieren konnte. Am Veranstaltungstag herrschte strahlend blauer Himmel. Was dazu führte, dass die Teilnehmerzahl, wie sich bereits im Vorfeld abzeichnete, gegenüber den beiden Vorjahren noch einmal anstieg. So dass sich am Ende rund 160 Läufer jeglicher Altersklasse und unterschiedlicher sportlicher Ambition, auf den Weg machte.

Kurz nach zehn Uhr gab Jochen Menath das Startsignal und die Läufer machten sich auf die 2,2 Kilometer lange Rundstrecke. Den Auerhahnlauf machen inzwischen auch ganze Familien und sogar Firmen zum Wochenend-Event. Für jede vollendete spendierte der Ski Club am Ende einen Euro, der in diesem Jahr der Christy-Brown-Schule zu Gute kommt. Das Geld kam durch verschiedene Sponsoren zustande, darunter die größter Unterstützer die Volksbank Schwarzwald-Baar-Hegau.

Der Lauf lockte auch lokale Prominez auf, beziehungsweise an die Loipe. Unter den Läufern waren der Schwenninger Bürgermeister Detlev Bührer und Vöhrenbachs Rathauschef Robert Strumberger als Vertreter des Loipenverbundes der Gemeinden Villingen-Schwenningen, Vöhrenbach. Unterkirnachs Bürgermeister Andreas Braun feuerte die Teilnehmer vom Loipenrand aus an.

Angesichts der steigenden Teilnehmerzahl, die Jochen Menath neben den perfekten Wetterbedingungen auch auf den wachsenden Bekanntheitsgrad in der Langlaufszene schob, müssen sich die Veranstalter bald Gedanken machen, wie sie die Runden zählen. "Bislang werden die Runden händisch gezählt, wir haben fünf Zähler", so Menath. Sollte sich der Lauf weiter so entwickeln, wie er sagte, verkraftet die Loipe bis zu 300 Läufer problemlos, müsse man sich allerdings Gedanken darüber machen, die Runden mittels Transponder erfassen zu lassen.

Ob klassisch oder skating, der Laufstil blieb den Läufern selbst überlassen. Im Bild vorne Steffi Simon, dahinter Robert Kammerer und Bernd Blessing. <em>Bilder: Roland Sprich</em>
Ob klassisch oder skating, der Laufstil blieb den Läufern selbst überlassen. Im Bild vorne Steffi Simon, dahinter Robert Kammerer und Bernd Blessing. Bilder: Roland Sprich

Wenngleich der Zweistundenlauf am Auerhahn kein Wettbewerb im eigentlichen Sinne ist, so entwickelten die Langläufer dennoch sportlichen Ehrgeiz. Der Skiclub belohnte jede gelaufene Runde mit einem Euro.

Das Ergebnis ist beeindruckend. Die 160 Teilnehmer liefen insgesamt 1575 Runden, was einem Betrag von 1575 Euro für die Christy-Brwon-Schule entspricht. Das entspricht einer Gesamtlaufleistung von 3465 Kilometern. Im Schnitt legte jeder Läufer 9,85 Runden zurück. In absoluten Zahlen: Die meisten Runden im Freistil legte bei den Herren Holger Thomas zurück (19 Runden).

Bei den Damen hatte mit 17 Runden Marion Ruf die Nase vorn. Im klassischen Stil hatte Rainer Wursthorn mit 16 Runden den Spitzenwert, bei den Damen Laura Mc Nown. Die ältesten Teilnehmer waren Peter Bieser (JG 1937) und Hildegard Dieringer (JG 1938). Die jüngsten Teilnehmer waren Noah Bonath (JG 2013) und Ida Schrenk (JG 2010). Ob eine Runde oder 19, bei der Siegerehrung am Nachmittag hatten alle Teilnehmer die gleiche Chance, einen der zahlreichen Sachpreise zu gewinnen. Die Kinder bekamen eine Urkunde und Schokolade.