Mehrere tausend Besucher feierten am Samstag beim Villinger Musik- und Kneipenfestival Nightgroove. In zwei Dutzend Kneipen, Bars und Restaurants sorgten Bands für beste Unterhaltung. Die Stimmung war durchweg super. Die Partygänger feierten ausgelassen. Der SÜDKURIER begleitete die musikalische Großveranstaltung als Medienpartner. Gefeiert wurde auch für den guten Zweck.

Rock, Pop, Schlager, oder doch lieber Reggae, Soul, Funk und Jazz? Die Besucher konnten sich beim Nightgroove ganz nach ihrem Musikgeschmack bedienen wie an einem großen, musikalischen Büffet. Erstklassigen Partyrock boten Bongaz im Pulvertürmle. Im Irish Pub brachten Paddy Whack Irish Folk von der grünen Insel. So richtig was auf die Ohren bekamen die Zuhörer im Schlössle. Dort drehten die Sons of Sounds mit Metal so richtig auf. Wer es lieber etwas ruhiger und gediegener angehen lassen wollte, war beispielsweise im Apero bei kleiner, unaufgeregter Handmusik oder im Dormero Hotel bei akustischen Klängen von Acoustasonixs richtig. Eine feurige Salsaparty feierten die Besucher im Münsterzentrum.

Etliche Besucher genossen bereits vor dem offiziellen Festivalbeginn mehr als nur einen musikalischen Appetithappen mit dem Chorus Mundi in der voll besetzten Johanneskirche. Und danach gab es kein Halten mehr. Zug um Zug füllten sich die Lokalitäten mit den Nightgroovern. Es dauerte nicht lange, bis die Stimmung an den einzelnen Spielorten auf dem Siedepunkt angelangt war.

Die Musiker, vom Solisten bis zur sechsköpfigen Combo, hatten keine Mühe, Nähe zum Publikum aufzubauen. Was nicht nur an den musikalischen Qualitäten lag, sondern auch daran, dass die Räumlichkeiten meist sehr beengt waren und die Zuhörer hautnah an der Bühne standen. Was die Stimmung noch zusätzlich anheizte. Die Nightgroover hatten die Qual der Wahl. Einerseits hatten viele ihre Lieblingsmusikrichtung schnell entdeckt, andererseits wollte man möglichst die ganze Bandbreite des Musikfestivals erleben. Da half nur ein regelmäßiger Lokalitätenwechsel. So herrschte auf dem Weg zur nächsten Location reger Austausch und die Besucher gaben sich im vorbeigehen Tipps für den nächsten Topact.

Während gegen Mitternacht bereits die ersten Bands ihr musikalisches Repertoire aufgebraucht hatten, verlagerte sich das musikalische Geschehen zunehmend in das Atrium der Volksbank. Dort sorgte SWR3-DJ Jan Garcia bei der Club-Party für Partystimmung bis frühmorgens. Noch länger feierten die Gäste in der Kastanie, wo DJ Udo bis 5 Uhr früh mit Partymusik queerbeet aus den 90er Jahren auflegte.

Beim Villinger Nightgroove feierten die Besucher auch für den guten Zweck. Der Lions Club, dessen Mitglieder sich persönlich engagierten und im Münsterzentrum und in der Volksbank bewirteten, spenden den Erlös an ein geplantes Kinderhospiz.